100-60-100: Radar-Abzocke in München?

Fahre gestern mit dem Taxi nach München rein, weil die S8 so lange auszufallen gedenkt, bis die eine Stunde verspätete S-Bahn, ihre Nach-Nachfolgerin ersetzen kann durch ihre Verspätung. Auch eine Form von Verkehrslogik.

Eine andere, sehr bayrisch konsequente Art der Verkehrslogik, kam uns auf der Autobahn entgegen. In Form von Verkehrsleitsystemen, die ohne mir erfindlichen Grund, erst 100 km/h anzeigten, abrupt dann 60 km/h und dann wieder 100 km/h. Ein Schelm, der jetzt vermutet, dass in der Verkehrsleitbrücke, die unvermittelt den Verkehr auf 60 km/h abzubremsen mahnte, zwei Blitzer aktiv waren.

Sowas. Und heute höre ich im Radio, dass Minister Tiefensee weitere dieser Systeme installieren möchte. Geld kann man schließlich immer gebrauchen ;(

3 Replies

  • Das ist nicht nur in München so. Man bekommt trotz immer wiederholter gegenteiliger Beteuerungen der Behörden als Autofahrer ab und an einfach unweigerlich das Gefühl der Abzocke. Es gibt hier um Leipzig einige B-Strasse, auf denen es schnurgerade geht, wo 100-Schilder stehen, 1 km später dann 70 Schilder und 500 m weiter dann wieder 100-Schilder. Da fragt man sich schon nach Sinnhaftigkeit.
    Nicht nur weil es absolut keinen Sinn macht, Nicht nur weil gerade auf diesen Stücken dann doch gern mal ein Blitzer steht, sondern auch, weil ein so ein Schild ja nicht gerade billig ist …

  • Ach, so ein Schild lässt sich, sagen wir von den ersten 20 Beblitzten bezahlen. Danach ist das “Cash-in-the-Täsch”.

    Und mal ehrlich. So eine tolle Gelegenheit, die man auch noch mit dem Totschlagargument “Sicherheit” begründen kann, liessen wir uns doch auch nicht entgehen?

    Wie war das noch, mit Wasserflaschen und Zahnpasta in Flughäfen?

  • Ich gebe da meinem Namensvetter vollkommen recht. Nicht nur in München gibt es solche Abzockereien. Da könnte ich Dir noch ganz andere Regionen im Süden sagen, da wird auf ca. 20 km Länge geblitzt was das Zeug hält. Ich nenne das Wegelagerei. Aber warum soweit in den Süden schweifen, bleib hier in Hamburg….. jede 30er-Zone vor Schulen oder Kindergärten kann zur Falle werden….. nachts um 23.00 Uhr oder Sonntagvormittag. Klar, da sind ja auch enorm viele Schüler unterwegs…..

    Um Geld zu scheffeln ist dem Gesetzgeber bzw. den Städten alles recht. Sinn muss es nicht unbedingt machen, nur koingeln muss es ordentlich!

Ergänze