100 Jahre magisches Leiden, meine FC St. Pauli Jahrhundert-Elf

ivo-knoflicek-autogrammkarte“Wie heißt Deine Jahrhundertelf des FC St. Pauli?”, fragte mich René Martens kürzlich in Vorbereitung der neuen Auflage seines Klassikers “Wunder gibt es immer wieder – Die Geschichte des FC St. Pauli”.

Meine Antwort habe ich unten dokumentiert – nun würde mich interessieren: “wie heißen denn die Spieler, Deiner FC St. Pauli-Auswahl aus den letzten 100 Jahren?”

Vorbemerkungen des Autors:
Irgendwie müssen Spieler einer FCSP-Jahrhundertelf auch das atmen und leben, was Sankt Pauli ausmacht. Deswegen wird man in meiner Aufstellung nicht die statistisch besten, auch nicht die mit der nachfolgend beeindruckendsten Karriere finden, sondern die, die das Scheitern und das Weinen so schön gemacht haben.
Durch ihre Liebe zum Verein, zum Stadtteil und zu uns, dem Millerntor.

Tor:
Volker Ippig.
Niemand verkörpert das weltoffene und schicksalergebene Leben, das Sich-
dagegenstemmen und scheitern, so sehr, wie er. Ersatztorwart und Vertreter derselben gierigen Liebe wäre Bene Pliquet. Für das nächste Jahrhundert.

Verteidigung:
Eisen-Dieter Schlindwein,
die weiße Kampfsau des Vereins und ewiges Mahnmal, dass Rassismus auch bei den Braun-Weissen immer wieder wieder erklärt und bekämpft werden muss.

Andre Trulsen,
Fußballgott und Rekordhalter (177 Spiele für den FC St. Pauli in der Bundesliga), Osdorfer , also quasi Nachbar und die Verbindung meiner aktivsten Zeiten als Fan (Ende der 1980er Jahre und seit 2005).

Marcel Eger,
unsere frohsinnige Kämpfernatur

Mittelfeld:
Libero Stanislawski,
spielt vor der Abwehr, und ewig in braun-weiss.

Fabian Boll (Revier 17),
engagierteres Versagen habe ich selten gesehen. Und gerade wenn man am meisten auf ihn schimpft, schießt er ein Tor. Regelmäßig.

Meggle,
eisenhart, vor allem zu sich selbst. Hat nach jeder Butterfahrt in die Liga wieder im heimischen Hafen angelegt. Wird noch Präsident, wenn das so weiter geht.

Sturm:

Mazingu,
Vielleicht der talentierteste Stürmer, den wir je hatten. Eine weltgewandte Person mit langem Namen im Leiden: Michél Sinda Mazingu-Dinzey

Knoflicek,
„Wir singen Ivo Knoflicek, la lalalala …“

Klasnic,
grün-weiss-braun und immer herzlich willkommen. Unser sicherlich bester Stürmer.

Sako,
das ist kein Stolpern, das ist Leidenschaft.

Übrigens, die vierte Auflage von Renés Buch “Wunder gibt es immer wieder. Die Geschichte des FC St. Pauli.” erscheint demnächst. Der Verlag präsentiert die Neuerscheinungen am Freitag, den 25. September, auf einer gemeinsamen Pressekonferenz (Clubheim in der Millerntor-Südtribüne, 11 Uhr) mit dem Erscheinen von Hermann Schmidts Buch “FC St. Pauli – Der Kampf geht weiter. Neues aus dem Leben eines Fans” und ist im Verlag die Werkstatt erschienen.

So, nun seid ihr dran: (Kommentare)

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