12:30 – ohne uns! (update)

Es geht eine bisher unsichtbare Linie durch die Liebhaber des Fußballs und spaltet sie in zwei Lager. Da sind zum einen die Fernsehgucker, Sesselsportler mit Premiere-Abo und Eheproblemen, denen nichts besseres passieren kann, als dass Bundesliga-Fußball aller Klassen und seine Übertragung ruhig die halbe Woche andauert.

Ab nächste Saison wäre das dann so. Freitag bis Montag, 1. und 2. Bundesliga schön gestaffelt, fernsehgerecht aufbereitet – auch noch für den letzten Winkel der asiatischen Welt.

Und dann gibt es die Fußball-Liebhaber, die irgendwie ihren müden Körper bewegen müssen, um ihren Kick zu kriegen. Supporter, die in Stadien abhängen, die einmal erlebt haben womöglich, wie das gemeinsame Wünschen Spiele beeinflussen kann, und Menschen, die selbst Fußball spielen nicht zu vergessen. Das von den Fernsehmachern und DFL-Funktionären wenig ernst genommene Rückrat des deutschen Fußballs, die Amateure.

Die haben sich nicht immer lieb, wenn sie aufeinander treffen. Säbelt die DFL aber, wie mit den Planungen zu den Anstosszeiten 2009/2010 geschehen, an ihrer Leidenschaft derart herum, dass sie unausführbar wird, dann stehen sie zusammen und solidarisieren sich in ihrem Zorn.

Ein ermutigend lebendiges Zeichen aus Fürth. Fußball lebt!