Schwanzvergleich in 140 Zeichen

»Es gibt derzeit eine riesige “Sendeblase“. Ähnlich wie die Kreditblase ist sie aufgrund eines Vorurteils entstanden. So wie die Banken glaubten, die steigenden Hauspreise würden die Zahlungsfähigkeit ihrer Kunden erhöhen, glauben die Twitterer, dass ihnen bei steigenden Followerzahlen immer mehr Menschen zuhören würden. Sie glauben an die Zahl der Follower und sie verwechseln das mit Reichweite. Wohlwissend, dass sie selber ja eigentlich niemandem mehr zuhören.«

»Twitter wird daran zugrunde gehen, früher oder später.« – schreibt mspr0, und erliegt einem anderen Irrtum. Er verwechselt den Hype, die Blase mit der Form, der medialen Funktion des Folgens. Der twitter-Hype wird platzen – das “Follower-Prinzip” aber, eben wegen seiner Limitierung in der Wahrnehmung überleben.

dazu:

Was … im Moment abzuklingen scheint, ist die Euphorie der Early Adopters. Die nachfolgenden Twitter-Generationen der “digitalen Eingeborenen” werden Twitter ebenso unemotional verwenden wie heute SMS verwendet werden. Unemotional bezieht sich dabei nur auf die verwendete Technologie: die Inhalte können selbstverständlich traurig wie hoffnungsvoll oder fröhlich sein.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *