23

Deniz Naki

Eine bemerkenswerte Fußballwoche hat mit dem Sieg gegen diese kämpferische Fortuna seinen Höhepunkt gefunden, ein so emotionsgeladenes Spiel habe ich am Millerntor selten erlebt, wenn es “nur” um Ligapunkte ging.

Da wurde vor Beginn, währenddessen und danach gesungen, was das Zeug hält, alles symbolisch und stimmlich abgearbeitet, was sich die Wochen über angesammelt hatte, seit dem technokratischen Unentschieden gegen Cottbus. Der bittersüße Sieg in WTFIHR, die Sperre, das grüne Singen am Donnerstag im Stellinger Ausland und das Begraben der Haupttribüne. Umwerfend und nachhallend, bis heute.

Ich war heute im Kino, saß auf Platz Nummer 23 und nach der Vorstellung, auf dem Weg zum Bus, überfuhr mich fast ein silberner SUV mit dem Kennzeichen HH-RO-… wenn das nicht irre ist!

23 – das ist unser aller Rückennummer gewesen gestern, unser Nachname und derer, die da für unsere Farben aufliefen. Fein, die Rebellion von Bene, den heulenden Deniz mit hinunter zu nehmen und seine Fahne in den Paulinischen Rasen zu pflanzen. Symbolträchtig war da vieles gestern abend – eine Art Selbstbestätigung des Zusammengehörens, denn die Auseinandersetzung mit der Quersumme “16” hat gerade erst begonnen – wir wollen das ja so – alles intern lösen. Dann man zu.

Was wir damit Deniz angetan haben, unsere Euphorie bei ihm abzuladen, mag ich mir nicht vorstellen. Hoffe er hat es genossen und kann nun abwischen, absitzen und dann wieder knipsen. Unbeschwert.

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