Feminist Sascha Lobo und sein Privilegienpenis

Sascha Lobo macht den Symbolblogger zum Weltfrauentag …

Nur sind die Quoten immer die Quoten der anderen, oft wohlfeile Handlungsaufforderungen, ohne dass man selbst dahinterstünde. Deshalb habe ich beschlossen, eine Frauenquote für meine Blogroll einzuführen, und zwar eine 50%-Quote.

… und wird von Nadine Lantzsch auf den Pott gesetzt:

… wenn du wirklich daran interessiert sein solltest, dass sich Machtverhältnisse im Netz nicht weiter fortführen, die Kämpfe von Blogger_innen zu diesem Thema unterstützt statt in unregelmäßigen Abständen das Wort Feminist fallen zu lassen. Es ist schließlich nicht so, als würdest du irgendwem hier etwas neues erzählen, wenn du diesen Aufruf startest, als müssten die Frauen/Feminist_innen erst noch gefunden werden, als müssten ein paar Männer hier mal bitte “Frauenblogs” abonnieren. Als würde das Problem darin bestehen. Von ein paar Privilegienpenissen abgesegnet und hofiert zu werden, ist nicht das, worum es geht und worum es denen geht, die diese konstruierte weiße und männlich-dominierte Suppe anprangern, an der wir alle mitlöffeln.

… und ich wette Sascha fragt sich nun, was er denn falsch gemacht hat. Eine Frage, die immer am Anfang steht, wenn man begreift, dass man in gewissen Diskursen eben zur dominanten Gruppe gehört, ob es einem passt oder nicht. “Privilegienpenis” (Hete, Mann, weiß) halt.

3 Replies

  • “Eine Frage, die immer am Anfang steht, wenn man begreift, dass man in gewissen Diskursen eben zur dominanten Gruppe gehört”

    Und dann kann man es anscheinend niemanden recht machen.

    • Darum geht es ja gar nicht, um das “recht machen”. Ich würde bspw. nicht behaupten, ich sei Feminist. Auch beim Thema Antisexismus habe ich mich höchstens auf den Weg gemacht. Das eigene Verorten und das Anerkennen, dass man gewisse Erfahrungen nicht machen kann, als weißer Heten-Mann, ist in diesem Zusammenhang kein “recht machen” im Sinne eines anbiederns, sondern Grundvoraussetzung für einen sinnvollen Diskurs – und dass es Sascha darum ging, steht ja auch gar nicht in der Kritik.

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