Aus Protest gegen DFL-Antosszeiten: 20 Minuten stille FC St. Pauli-Fans

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Aus Protest gegen die Zerfaserung des Bundesliga-Spieltages zugunsten der TV-Verwertung durch die neuen Anstosszeiten der DFL 2009/2010 – bspw. in der 2. Bundesliga am Sonntag um 13:30 Uhr – oder auch das länger schon bei Auswärtsfahrern verhasste Freitagsspiel um 18:00 (Montag 20:15 Uhr ist natürlich auch nicht besser, wenn man nach Freiburg muss!) – bleibt es die ersten 20 Minuten des nächsten Spieltages still.

Das Ziel eines Boykotts Protestes ist, dass wir sowohl den gängigen Stadionbesucher für die Leiden organisierter Fans sensibilisieren, … und den TV-Sendern ein Signal dahingehend zu vermitteln, dass ihre Pläne auf heftige Gegenwehr stoßen werden. Wenn die Belange der Fans auch bisher meist unberücksichtigt blieben, so hoffen wir dennoch mit solchen Aktionen Erfolge zu erzielen und sei es für den Anfang, dass sich die Leute vor ihren Fernsehern einfach wundern, warum denn niemand im Stadion singt. Je intensiver natürlich die Proteste und je unterschiedlicher deren Formen sind, desto größer auch die mediale Wirkung

… und eben diese Kulisse – da sind sich wohl ausnahmsweise alle Fans einig – ist es, die dem Spiel seine lebendige Farbe verleiht. Fernsehleiute sprechen da gerne vom Transport von Emotionen, der eben nur mit solcher Atmo funktioniert. Ist die Atmosphäre futsch, wirkt das Fernsehbild nur halb so gut – ist ergo auch nur noch halb soviel wert!

Deshalb fordern wir als Ultra Sankt Pauli alle Fans, die sich am Montag im Gästeblock in Freiburg versammeln, dazu auf, 20 Minuten nicht zu singen und danach ein geballtes “Scheiß DSF!” zum Besten zu geben. Sollen die Verantwortlichen ruhig merken, dass Fußball für uns im Stadion stattfindet und nicht Montag Abend vorm TV-Gerät.
Schließt euch dem Boykott an, schweigt 20 Minuten und gebt danach alles für Sankt Pauli!

Forza Fußball, Forza Sankt Pauli und meine uneingeschränkte Solidarität an diese Stelle. Ich bin ja nicht der Einzige, der dieses System nie verstanden hat.

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