Abschleppen

„Du, Frau Schlägel, kannst Du mal bitte rüberkommen?“, frage ich meine Kollegin ein Büro weiter. „Jaaahaa, Moooment“, flötet es von nebenan. Wie ich dieses Langziehen von Vokalen hasse. Als sie dann vor meinem Schreibtisch steht, zeige ich aus dem Fenster: „Sag mal, kannst Du das Kennzeichen da unten lesen?“ – „Jahaaaa, HH-V0-9999. – Wiesooo?“. „Nix, Danke. Machst Du die Tür zu, wenn Du rausgehst?“.

Im vierten Stock des „World Cruise and Finance Center“ hat man eine Spitzensicht auf die kleine kurze Eckstraße, die größenwahnsinnig „Lange Straße“ heisst. Hier parken die ganzen „Unmarked Paketboten“ immer, wie ich die schmierigen Subunternehmer der ehemaligen Bundespost immer nenne. Ich notiere mir dann die Kennzeichen, oder lasse sie von Frau Schlägel, also von Marion notieren und rufe dann die Polizei. Wenn ich Glück habe, meine Quote liegt bei grandiosen 25% (wenn meine EBITDA-Quote dieses Jahr nur auch so hoch wäre, aber das hat mir ja der Einkauf versemmelt mit diesem Panamadeal). Heute ist ein besonders schönes Exemplar an der Reihe. Übergewicht, beige-blondierte Fisselhaare unter einer HSV-Kappe. „Love the Armory“ steht auf seinem T-Shirt, was wie eine Tätowierung aussieht, was auch immer das heissen soll. Weiss der Spinner bestimmt selber nicht.

Die Polizei erscheint. Hurrah, heute ist mein Glückstag: Zwei Bulletten. Eine blonder als die andere. Der Mann gestikuliert. Herrlich, einer von der Sorte, die denken, sie können sich mit ihrem Charme herausreden. Sind ja Mädchen da gegenüber. Hat sich der Typ in den letzten zehn Jahren mal im Spiegel angesehen? Auf Machos, die unsere Auffahrt blockieren und dann auch noch anzüglich werden, können die Polizeimeisterinnen sicher besonders gut.

Das Telefon klingelt, meine Frau ist dran. Was wir denn nun mit dem Elternabend machen heute Abend. „Ich muss noch länger arbeiten, Schatz – ich kann nicht, rufe zurück“. Als ich wieder heruntersehe auf die Straße vor meinem Gebäude, sind alle eingestiegen. Schade.

Na dann. Sauber hefte ich meine Fotos in den Blog vom heutigen Fang und gehe zur Entspannung eine Runde bei welt.de kommentieren. …

Flora beliebt

Flora bleibt

Die einen haben eine Allergie, die anderen freuen sich auf die Explosion der Flora in diesen Tagen. Andere schniefen und genießen es trotzdem. Peter flüstert mir ins Ohr: „Wieso besetzen die Blumen?“ – er scheint betrunken zu sein, und das am Sonntag. Ohne Heimspiel. „Kann man die rauchen?“, kichert er. Egal, ich sehe aus dem Fenster. An der Ecke gegenüber lebt nur ein Döner-Imbiss in der schicken neuen Fassade, alles andere steht leer. Ich bestelle noch einen Milch-Kaffee, die hier nach ihren portugiesischen Vorbildern Galao heißen. Peter will nichts, der ist eh hinüber. „Flora beliebt“ weiterlesen

Schwarz-Rot-Geil vs. Vuvuzela

Es ist immer Sommer, wenn der Weltmeister ausgedaddelt wird. Nun, in Südafrika derzeit nicht, aber das stört ja nur die Brasilianer, die das „nicht abkönnen“, wie Oliver Kahn feststellen durfte im ZDF gestern. Das war bestimmt den Koreanern ein innerer Volksparteitag, das späte Anschlusstor am winterlichen Kap der guten Hoffnung.

Inzwischen habe ich mich an die Hornissenschwärme im Fernsehrauschen gewöhnt, finde sogar, dieser Klangteppich passt besser zu Bela Rethy, als so mancher „Sieg, Sieg“-Chor, ich mag den nämlich, den Herrn Rethy – die Bannerträger, die da in Fraktalschrift „Chemnitz“ und „Brandenburg“ ins Afrika dieser Tage hängen machen mir dagegen Angst. Empfehlen möchte ich allen Anhängern der Theorie, dass „Schland-Schland“-Gesänge uns zu besseren Menschen machen, als Vuvuzela-Getröte, folgende Artikel: „Schwarz-Rot-Geil vs. Vuvuzela“ weiterlesen

Bodo Thiesen – Piratenpartei: Maulwurf oder Vollidiot?

Tiefer Griff ins KloDie Diskussion um die relativierenden Aussagen des Piraten Bodo Thiesen zum Holocaust offenbaren ja schon einen schlimmen Sumpf aus Ignoranz, Unkenntnis und brauner Hybris, die unerträglich ist. Meine Meinung dazu, habe ich hier schon mal zum Besten gegeben.

Inzwischen, und insbesondere nach Lektüre der schlimmen Stamm-Hirnrotze, die der Herr Thiesen in das Piraten-Wiki geschrieben hat, bin ich der festen Überzeugung, dass Herr Thiesen von irgendjemandem eingeschleust wurde, um die Piraten moralisch und endgültig zu vernichten. Wohnt der Mann vielleicht in Hannover? Das würde einiges erklären.

Anders kann ich mir das hier nicht erklären:

Ich stelle hiermit die provokante These auf, daß der Verbot Kinderpornographicher Schriften nach §184b tendenziell eher schädlich als nützlich ist.

Daher meine Forderungen:

1. Der sexuelle Mißbrauch von Kindern (§176) bleibt weiterhin strafbar.
2. Die Dokumentation der Handlungen nach §176 werden bedingt unter Strafe gestellt.
3. Alle Straftatbestände nach §184b, die ohne Handlungen mit Kindern stattfinden (Zeichnungen etc) werden bedingungslos gestrichen.

Immerhin, er ist auf der richtigen Fährte, wenn er vermutet, „dass der Strafrechtsparagraph §184b eine Moralvorstellung gesetzlich erzwingen wolle“.

Eva Muggenthalers Kartoffelbande

Kartoffeln feiern - Eva Muggenthaler

Wer in Ottensen den Bio-Markt besucht, staunt vielleicht manchmal über den bunt bemalten Laster von Bio-Bauer Gunnar, der immer mittig zum Markt steht. Ein wenig verwittert schon, sieht man dort eine Kartoffelbande fröhlich feiern – ähnlich dem Wimmelbüchern aus der eigenen Kindheit, kann man sich nicht sattsehen – entdeckt immer wieder neue, manchmal fein ironische Facetten, auf dem fahrenden Gemälde.

Geschaffen hat diesen Beitrag zur Markt-Kultur die Künstlerin Eva Muggenthaler, die mit ihrem Mann Ernst Kahl in der Nähe der Nordsee und, wenn sie in HH sind, bei uns nebenan wohnt.

Beim Nachdenken über die Aktion „Ein Herz für Blogs“, hat sich meine Meinung verfestigt, dass es noch viele Menschen gibt, deren Gedanken und Ideen ich regelmäßig in meinem Feedreader sehen möchte. Eva und Ernst gehören auf jeden Fall ganz oben auf meine Wunschliste. – Spätestens seit ihrem tollen gemeinsamen Kinderbuch „Papa ich will einen Hund“

Is Obama President?

yes

Inspiriert durch die Statusumeldung für Geeks, ob der Status-Dienst Twitter „down“ ist oder nicht, zeigt die Website „isobamapresident.com“ seit gestern Abend (GMT -5) ein frohes „Yes“ sowie die Restzeit bis zu seiner Vereidigung als 44. Präsident der Vereinigten Staaten.

Das geht natürlich auch mit McCain oder Sarah Palin (via Lummaland) und ebenso mit deutschen Kandidaten:

Mit Herausforderer Frank-Walter Steinmeier natürlich:
www.ist-steinmeier-kanzler.de

oder mit der amtierenden Angela Merkel:
www.ist-merkel-kanzlerin.de

Zugrunde gelegt habe ich den voraussichtlich frühestmöglichen Termin für die Bundestagswahl 2009. Ich aktualisiere den Zähler natürlich, wenn einer feststehen sollte.

update: Eine ganz andere Statusmeldung zu Obamas Sieg und dem Wahlausgang habe ich bei Noah gefunden. Eine Bildergeschichte, wie fein.

Sexy Viren

arschDas wäre jetzt ziemlich machoesk von den (heißen) Säuen zu sprechen, die aktuell durch das digitale Dorf getrieben werden. Beweisen tut dieser Clip zwei drei Dinge, die schon meine Oma wusste:

1. Männer sind einfache Geschöpfe
2. Sexy Frauen machen auch noch das durchschnittlichste Auto zu einer aufregenden Angelegenheit
3. Viren sind meistens sexy – oder blöd, dann doch lieber sexy:
„Sexy Viren“ weiterlesen

Blogs, die die Welt noch braucht

Nach der fröhlichen Diskussion in den deutschen Blogs (1, 2, bspw.) zum Spiegel-Artikel „Die Beta-Blogger“, sickert langsam durch, was genau hinter dem Artikel steckt. SEO.

„Kein Blogger kann dem „bashing“ von richtigen Journalisten widerstehen“, wird Spiegel-Affe Möller von Blumencranz zitiert. Ein voller Erfolg mit dutzenden von Backlinks zum Thema.

„Je später wir das aus dem Print online stellen, desto geiler linken sie“, freut sich ein großer langer Mann mit lustigen blonden Haaren, der hier unerkannt bleiben möchte.

Derweil frage ich mich, welche Blogs ich denn gerne lesen würde:

– ein Gruppenblog, in das alle nur bekifft schreiben dürfen
– das Blog einer Krankenschwester, die in der Nachtschicht nackt dichtet
– das Blog eines geplanten Anschlages. Von der Planung bis zum bitteren Ende.
– das Blog von Corny Littmann
– ein Blog, dass nur über Dinge schreibt, die gelb sind und maximal 14 Buchstaben haben.

… noch Wünsche?

Die Lehmann-Delle

Während der EM-Spiele mit deutscher Beteiligung am Mittwoch und Sonntag vergangener Woche sind die Zugriffe im deutschen Web massiv zurückgegangen – ja ich habe tatsächlich erst nach diesem Artikel erfasst, dass die DFB-Elf und Lukas Podolski dabei waren im Endspiel gestern – wahrscheinlich überall, bis auf Sites, wie kicktipp.de (wo Leute die ich kenne auf Spanien tippten, um sich den Pott als Trostpreis zu sichern, wie erbärmlich;)

Nach der Nachberichterstattung gegen 23:00 Uhr steigen sie wieder an; und zwar überdurchschnittlich. Weil die Penner da draussen vor allem interessiert, ob Jogi Löw schwul ist. Hatte ich glaube ich schon mal erwähnt ;(

(Übrigens, wer steckt eigentlich hinter diesen german cowboys? Ne Ahnung irgendwer?)

Shoppero und die fehlende Phantasie

Eigentlich macht shoppero erst auf den ersten Blick erkennbar Sinn, wenn es vor Inhalten birst; ich über eine redaktionelle Nische schreibe, Blog oder Wiki oder old sköl website – egal.
Ich stelle mir diesen als einen der vielen Fliegenfischerblogs des nächsten Jahrzehnts vor, die nicht immer wieder den Link zur Shakespeare-Rolle „Wuenschel 2000“ raussuchen müssen, wenn wir mal wieder in bestem Anglerlatein darüber schreiben.

Einfach adget an – losverlinken auf die bestehende Produktseite „Wuenschel 2000 rulez ent!“. Eigenen Senf da 1x abgeben – zack in den long tail damit und die cents Bisse zählen.

Klingt vielleicht ein wenig polemisch, ist aber wirklich nicht so gemeint. Denkt das ein wenig weiter, breiter. Dann kommt dieses Bild dabei heraus.

Ach, und ich weiss schon, dass Fliegenfischerruten keine Rolle haben. Bäh!

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3800 Fans für von Beust

Mensch, was für eine Gemeinde. Ich stelle mir die 3.800 Jubelperser vor, die sich den Podcast des Bürgermeisters begeistert reingepfiffen haben. Toll.
In meiner Erinnerung hat er dort zwar nur angekündigt, dass er demnächst mal was per Podcast vielleicht zu sagen bereit wäre. Nun das als Mißerfolg darzustellen, wäre doch aber zu harsch.

„Wir hatten uns zwar etwas mehr erhofft, sind aber grundsätzlich zufrieden, da die Möglichkeiten noch nicht voll ausgeschöpft sind“, sagte Senatssprecher Lutz Mohaupt. „Wenn die Zahl nach den ersten zehn Folgen deutlich fünfstellig ist, werde ich die Fortsetzung des Projektes beantragen.“

via

Niedlich finde ich immer wieder die Begründung, warum man als Medienhauptstadt nun podcasten soll: „Im Bereich Printmedien sind wir vorne … “ sagt Ole da sichtlich stolz. Zur gleichen Zeit ist der Umzug der BILD Redaktion nach Berlin gefühlt schon beschlossene Sache.

Deswegen schaut er vielleicht auch so verkniffen?

Foto: Ole von Beust (CDU)
Präsident des Senats und Erster Bürgermeister, via Presse, hamburg.de

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welt.de: Wenn das nackte Wetter Amok läuft

Thomas Knüwer diskutiert gerade über die Sinnhaftigkeit von Contentmanagement, geschriebene Beiträge im nachhinein zu redigieren, wenns schon zu einer Schlussredaktion nicht reicht, und zu moderieren, wenn man schon Kommentare zulässt.

An seinem Beispiel von welt.de ist mir aber wieder einmal aufgefallen, wie dumm und peinlich Werbung zu Horrormeldungen aussehen können. Ist das so viel Aufwand eine Seite als „nicht bewerbbar“ zu markieren? Wahrscheinlich schon und bei einer Schmuddelpostille, wie dieser hier, auch selten nötig.

Werbung für Glückskekse-Content ist in diesem Zusammenhang aber wirklich fehl am Platze:
welt.de.werbung

In gross.

update:
Klickt man auf den Glückskeks, dann rät der chinesisch weise: „Lassen Sie das nicht mit sich machen“

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JRvM: Blogbetreiber müssen ihre Klowand säubern

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Der Gaststätten-Betreiber muss die Klowand säubern, wenn beispielsweise darauf gekritzelt wurde, dass es der Bürgermeister mit der Pfarrhelferin treibt.

… so umschreibt der Schöpfer des Bonmots „Blogs seien die Klowände des Internets“ und schon mal als „abgelaufener Latinlover“ titulierter Chef von JvM, Jean Remy von Matt, die Verantwortung, die Blogger für ihre Texte und Trolle übernehmen müssen.

Nicht ganz so griffig, wie gewohnt – und eben „off the record“

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nudisco Clubcharts (per 17.4.)


Charts 04.2007

Remo – Mizar (Audiofly Rmx) – Confused
Poni Hoax – Involtuive Star (Original) – Tigersushi
2000 & One – Pak Pak – 100% Pure
Dusty Kid – Tsunamy / Milk – Systematic
Paul Nazca – Legende (Original) – Giant Wheel
Christian Fischer – Clubtech EP – Definition
Billie Ray Martin – Undisco Me (Acid Jacks Intr. Mix) – Rebirth
Butch – Mushrooms of Happyness – Craft
Gus Gus – Hold You (Original) – Pineapple
Piemont – Nightshift – Gedankensport

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„Für euch“, Tokio Hotel widmen den ECHO ihren Fans

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Die gestrige ECHO Verleihung in Berlin war ein weiterer Höhepunkt ihrer noch jungen Karriere, denn die Rockband Tokio Hotel erhielt nach dem spektakulären Auftritt mit ihrer neuen Single „Spring nicht“ (VÖ07.04.07) den ECHO in der Kategorie “Bestes Video National”! Nach 2006 ist dies bereits das zweite Mal, dass sie mit Deutschlands wichtigstem Musikpreis ausgezeichnet werden.

Soweit die Meldung und für mich Anlass genug, mich über dieses Phänomen anhaltend zu wundern.

Ja es ist erst knapp zwei Jahre her, dass meine Lieblingspromoterin mir das Video einer neuen Band schickte. Der Gesang war eintönig, sofern überhaupt der Ton gehalten werden konnte. Auch die Rocknummer auf freiem Feld kam mir nicht sonderlich inspiriert vor.

Nach einer Rückfrage, bei der mich meine Lieblingspromoterin fragte, was ich von der Band halte, sagte ich ihr, dass ich weder das Lied noch die Band einigermaßen spannend fände. Interessant lediglich, dass das Mädel eine so tiefe, rauchige Stimme hat.

„Das ist aber ein Junge“, entgenete sie trocken. „Oh, dann wird das wohl nichts“, irrte ich mich gewaltig.

Also, frage ich mich nun seit Jahren, was ist so beständig an dieser Kombo, dass sie jede – mit Verlaub – Schiete zu Chartgold macht? Ist es die Polarisierung, die sie im Land der Hormonmonster auslösen? Der Hass, ich hätte die auch gehasst, damals, als ich selbst vor Testoteron nicht klar denken konnte? Das Phänomen der Horden 13jähriger Mädchen? Aber das hat auch einen Robbie Williams hervorgebracht, verfügt also über so etwas, wie kollektive Intelligenz.

Ich bin wirklich ratlos. Sicher aber ist, dass der ECHO den Fans und vor allem dem Nicht-Fans gebührt. Insofern ist die Widmung nur konsequent.

Tokio Hotel – Januar 2007
PHOTO CREDIT: Jens Boldt

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Rettet den Volksentscheid – eintragen lassen!

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In Hamburg zählt direkte Demokratie nicht viel. Volksentscheide wurde reihenweise ignoriert und zuletzt so schwierig von der Ausführung, dass ironischerweise nur ein Volksentscheid das beheben kann.

Erinnerung an mich selbst mich spätestens morgen auf einem dieser Ämter in die Liste dedr Unterstützer eintragen zu lassen, trotz der guten Nachrichten:

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Öffentlichkeitsfahndung nach Leipziger Hooligans

Öffentlichkeitsfahndung Polizei Leipzig

In Zusammenhang mit den gewalttätigen Ausschreitungen beim Fußballspiel 1. FC Lok Leipzig – FC Erzgebirge Aue II am 10.02.2006 benötigt die Ermittlungsgruppe „Fußball“ die Unterstützung der Öffentlichkeit.

Aus dem bisher gesichteten Bildmaterial konnten insgesamt acht Personen konkrete Straftaten zugeordnet werden. Eine Person trat als Rädelsführer in Erscheinung, während die übrigen Gewalttäter bei Steinwürfen videografiert worden sind.

Mehr Infos. Alle Fotos.

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Weiss ist das neue Silber

SILBER
Es ist noch nicht lange her, da hat die Hamburger Polizei auf silberne Peterwagen umgestellt. Die weißen Fahrzeuge, trotz deutscher Nobelmarke, waren so schlecht wiederverkaufbar.

Mindestens seit 1985 habe ich keine weißen Fernseher mehr gesehen. Out. Einfach so.

Seit der vwfeatures-Kampagne für den US-Start des neuen VW Gti ist weiß als Autofarbe wieder in. Sixt wirbt am HHer Flughafen und anderswo neuerdings mit einem weißen Mercedes. Sowas.

Ob das wirklich alles von Apples iPod kommt? Sicher ist nur, dass sich das weiß als Modefarbe gerade wieder durch den Mainstream gräbt. Wahrscheinlich solange, bis es sich dann wieder für 20 Jahre verabschiedet. Von spießigen Realisten dorthin verbannt. Sachen, die man täglich anfasst, schnuddeln eben auch so schnell, wenn sie weiß sind.

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mobiles Arschgeweih

Arschgeweih

Gehe eben durch Ottensen. Vor mir steigt einer junge Mutter aus einem tiefer gelegten Audi. Die Breitwandfelgen lassen wenig Platz für den eigentlichen Reifen. Genau, wie die Hose, die einen ungenierten Blick auf ein selbstgezeichnetes Arschgeweih freigibt.

Der Höhlenschmuck an ihrem Heck lenkt mich kurz ab. Als ich meine Sinne wieder beisammen habe passiere ich gerade das Heck des Wagens. Dort prangt genau das gleiche Muster als Heckscheibenaufkleber.

Gabs vielleicht beim Tätowierer dazu? Als Schadensersatz sozusagen.

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Blog Beatnik

Gedichte machen nur Sinn, wenn man sie ganz zitiert. Deshalb.

Müde vom Bier, dass ich trinke.
Müde vom Tabak, den ich rauche.
Müde von den Tabletten, die ich nehme.
Müde von den Worten, die ich höre.
Müde von den Worten, die ich erwidere.
Müde von den Gesichtern, in die ich schaue.
Müde von den Gefühlen, die ich fühle.
Müde vom Panzer, den ich trage.
Müde vom Messer, in das ich renne.
Müde von den Fragen.
Müde von den Antworten.

Große nicht immer artige Gedanken eines Blog Beatnik. Rocco Poloczek.

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„miserable failure“, das abrupte Ende einer legendären Google Bomb

Dieses Journal war noch kein Blog als ich damals einen Artikel über die wohl bekannteste Google Bomb las. Die Idee war so einfach, wie bestechend. Verlinkte man eine Seite unter einem bestimmten Stichwort, bspw. die Eigenschaft „miserable failure“ mit der Seite des Präsidenten bei whitehouse.gov öfter, so speichert Google diese Seite mit eben diesem Stichwort zusammen. Bei den Suchen nach „Failure“ oder „miserable failure“ taucht die gebombte Seite dann an erster Stelle der Suchergebnisse auf – oder wenn man bei Google auf den Button „auf gut Glück“ klickt.

Bis heute.

Nach über sieben Jahren endet damit ein Dauerärgernis, das Google nicht nur in den Verdacht politischer Subversivität brachte, sondern regelmäßig auch für diffamierende, werbliche und für Propagandazwecke missbraucht wurde. Versuche mit bekannten Google-Bombs am Montagvormittag bestätigen die Behauptung: Zumindest bei Google ist George W. Bush nun kein jämmerlicher Versager mehr. (…)

-via-

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Die ARD und das Zurückrudern

„Sylt kommt glimpflich davon“ – das heisst: noch nicht einmal die Sandsäcke sind überspült. Da bin ich von der dänischen Küste bei einem Allerwelts-Herbststurm anderes gewohnt.

Langsam zeigt sich die mediale Hysterie und ihr natürliches Ende – es gibt einfach nichts mehr zum Sensationsberichten. Die ARD rudert zurück.

Putzigerweise spricht der ARD-Reporter von „Windstärke 13“, die es bekanntlich gar nicht gibt, klingt aber schön dramatisch. Sowas.

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