Big black suitcase

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Wenn ich Bombernleger wäre, besser noch Bombenlegeauftraggeber, denn inzwischen bin für Sprengstoffgürtel zu alt, liebe das Leben zu sehr und meine bescheidenen Annehmlichkeiten.

Also, wenn ich die Strippen ziehen würde, ganz hinten, mitten in der Stadt, dann wäre mein Attentäter eine Frau. Blond, nicht unbedingt naturblond, das darf man ruhig sehen. Ein rotes Top würde sie tragen, nicht zu sexy, den ersten Knopf aber dennoch offen. Ein dezenter Hingucker.

Sie wuchtet einen schwarzen Samsonite durch den Zug. Riesig und schwarz.
Vermeintliche Kavaliere machen Platz, der Schaffner in seiner labberigen, von der Kartenzange verbeulten, Anzughose macht sich dünne.

Echte Kavalieren helfen ihr, den Bombenkoffer, in den eine unvorstellbare Menge Sprengstoff passt, in den Speisewagen zu wuchten, die neuralgische Stelle im Zug, zwischen erster und zweiter Klasse. Da wäre ich sicher, die Richtigen zuerst zu treffen, Erste-Klasse-sich-Gönner und verhärmte “Bahn-Comfort-Beharrer”.

So sähe sie aus, meine Attentäterin. Sie lächelt, genau so, wie die Frau, die sich eben mir gegenüber hinsetzt.

Der letzte bewusste Gedanke dieses Dummkopfes, wäre das Erstaunen über ihre tiefschwarzen Augen. BUMM!

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