Justin Bieber im Tokio Hotel – immer wieder taff

Ich lag in einem Berliner Hotel, als mein Handy klingelte. Es war fast schon nachts, so gegen Mitternacht, als mich ein völlig aufgelöster Mann bat, seine Handynummer aus meinem Blog zu entfernen. Er würde verrückt, ob der Tokio Hotel Fans, die ihn seit Tagen permanent anriefen und beschimpften.

Ich brauchte eine Weile, bis ich begriff, dass die Pein dieses Mannes auf mein Blogposting zurückzuführen war, in dem sich Hunderte von Tokio Hotel Fans und Hassern, also Contra-Fans desselben Alters, gegenseitig neckten, Bill wahlweise beschimpften oder sich ein Kind von ihm wünschten. Irgendjemand hatte die Handynummer des Mannes als die von Bill Kaulitz ausgegeben.

Nach der Löschung von ca. 1000 – in Worten Tausend – Handynummern aus meinen Kommentaren war dann auch bei dem Mann eine ruhige Nacht eingekehrt. So ruhig, wie die Nächte des Nie-Mannes Bill sein werden, wenn er den Weg aller Teens (ist hier einer über 40 und erinnert sich an die erste Boyband, made by BRAVO, Who the Fuck is BRAVO ;) geht. Immerhin, er ist anerkanntermaßen Musiker, und auch irgendwie unsterblich durch das Einführen der Geschlechtslosigkeit in die Boybandszene.

Justin Bieber dagegen, ich muss da immer an den Californischen Schnack „Save a tree, eat a beaver“ denken, der ja tatsächlich außer einer Leif Garrett Gedächtnisfrisur wenig zustande bringt, und auch schwer als Paris Hiltons Sauf-Freundin vorstellbar scheint – oder kann man sich Fotos des heranwachsenden Bieber vorstellen, wie er ohne Unterhöschen aus Hiltons Limosine steigt? Eben, wo die sich alle alle rasieren heutzutage. Nun, Justin Bieber seine Fans, sind genauso, wie die von Bill seinerzeit. Und obwohl das erst fünf Jahre her ist, hat sich schon was verändert. Es sind nicht nur Blogger, die Ziel der emotionalen Attacken sind, die wie Ergebnisse unangekündigter Deutschtests anmuten, es sind die Medien selbst. Pop-Grundrechtsträger, wie mein Arbeitgeber Pro7. Oha.

„Was ist passiert? Wir erinnern uns: Justin Bieber (JB) ist ein Teenager, ein 17-jähriger Kanadier, der mit einem dünnen Stimmchen ausgestattet ist und Popmusik vorträgt, die an Seichtigkeit kaum zu übertreffen ist. Gut, er hat Erfolg, seine Veröffentlichungen stürmen die Charts. Popdreck bleibt das trotzdem. Mit eben diesen beschmeißen die Fanatiker, die Bieber-Eiferer, den Sender Pro7 und zwar wegen diesen Beitrags im Boulevardmagazin TAFF.“

via twitkrit
via @tknuewer

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