Tommy Jaud’s Millionär: Das Leben eines Bloggers

Ich habe erst das erste Kapitel gelesen, jämmerliche 24 Seiten. Dennoch, ich bin mir sicher, beschreibt der Autor Tommy Jaud den Prototypen eines Bloggers. Erbärmlich gierend nach Aufmerksamkeit, chronisch mit sich und der Welt unzufrieden, beschwert er sich über alles und jeden. Würzt das mit einer hilflosen Prise Sarkasmus, die er dann für Stil hält. Meist Männer übrigens, die sich so produzieren.

Fühlt sich noch jemand in diesen Zeilen wiedergefunden?

“Dann klicke ich auf die E-Mail von Ferrero, denen ich vor zwei Tagen ihren dämlichen “Time for Gold-Spot” verrissen habe, in dem ein neureicher Aushilfs-Bond im schwarzen Anzug goldene Rocher-Fallschirme auf eine langweilige Poolparty regnen lässt, nur weil er die Blondine im kleinen schwarzen vögeln will. (…) Wie viel Koks oder Chrystal braucht man eigentlich, um so eine Hirnwichse auch nur aus dem Agentur-Drucker zu ziehen? Man darf den großen Konzernen eine solche Scheiße nicht durchgehen lassen, sonst denken die am Ende, ihr Spot sei eine Sensation (…)”

Herrlich, wenn der eigene Spiegel so kurzweilig an einem zerrt. Habe jetzt noch 2 Stunden Flug vor mir und freue mich wie ein Schulbub auf den Rest …

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