Das Konzept Grundgesetz

Es müssen schwere Zeiten sein, wenn man sich über Selbstverständliches so freut.

„Der Sozialstaat war und ist in der Bundesrepublik Voraussetzung für Wachstum und Wohlstand. Ich warne davor, das eine gegen das andere auszuspielen!“
– Andreas Voßkuhle, Präsident des Bundesverfassungsgerichts

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Das ist ja ein Konzept, auf das ich mich einlassen kann, unsere Verfassung. Weil sie Zugehörigkeit nicht nach Herkunft ordnet, beispielsweise. Wer in Deutschland sich aufhält genießt ihren Schutz, auch meinen. Und wer sich gegen sie stellt, kann noch so lange „Ausländer raus“ brüllen, aus seiner Mecklenburger Brust, er ändert daran nichts. Er schließt sich nur selbst aus.

Das ist ein Konzept von Deutschland, das ich leben kann, weil es universell ist und doch wesentliche Erkenntnisse auch aus der eigenen Familiengeschichte in seiner Essenz vereint.

2 Antworten

  • Oh, Verfassungspatriotismus! Das ist auch ja auch eines meiner Lieblingsthemen, da hatte der Habermas ja recht – zudem es sich hier idealtypisch eben um universelle Regeln gilt, die keinen Ausschluss dulden dürften. Die Grundrechte sind eben idealerweise kein Gesetz für Deutsche, sondern für alle gleichermaßen, und sind prinzipiell auch ohne Staat denkbar, selbst wenn sie als Schutzrechte gegen den Staat konzipiert sind.

    Würde da mal wieder begriffen, hätte es die Exekutive nicht so leicht mit ihren Schäfchen … nix mag das BKA in Wiesbaden weniger als das Grundgesetz, sach ich mal.

  • Auch putzig die Frage, aber von einer besonderen Propaganda zeugend, ob das BVG politisch sei. Das fragt man eine politische Gewalt in Deutschland nur, wenn man sie schwächen will.

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