XING mit Werbung auf den Profilen: Das lustige Leben als “target”

Das Zauberwort der Branche heisst seit fast zehn Jahren gleich, allein die Buzzwords ändern sich alle paar Jahre, damit es nicht so eintönig bleibt. Dabei amüsieren wir uns schon lange köstlich über die contextuelle Werbung, die neudeutsch, weil bei 2.0 eben menschliche Daten dazukommen, behavioural targeting heisst.

Ob ein Adserver dann Fischers und Westerwelles Flirt zu einer Jamaika-Koalition mit Südseewerbung aussteuert ist dann genauso putzig, wie das Erscheinen von comdirekt Werbung zu einem XING-Profil eines Deutsche Bank Mitarbeiters.

Was schon nicht mit den Stellenangeboten funktioniert hat, das soll jetzt mit Werbung auf Profile abgestimmt hinhauen? Ich bezweifle das irgendwie, freue mich aber gleich doppelt: zum einen habe ich einen Premium Account, werde also wohl nicht mit Werbung belästigt, zum anderen bin ich gespannt, welche Werbung Basic-Mitglieder bei diesem Kontakt hier zu sehen bekommen.

Allerdings bin ich ebenfalls nicht damit einverstanden, dass Werbung auf meinem Profil angezeigt wird. Auch ist es nicht nur eine juristische Frage, wem denn das Profil und seine Vermarktung obliegt. Es kann gut sein, dass Xing inzwischen auch ohne die überkritschen Heinis hier draussen gut leben kann. Allein, der Ärger wäre vermeidbar gewesen, hätte man Premium Accounts völlig frei von Werbung gelassen. Denn das geht natürlich nicht: Premiumgebühren kassieren und dann noch oben drauf mit meinen Daten Kasse machen!

Mehr zum Thema Werbung bei Xing bei Koehntopp.

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