Das Millerntor ist nicht Champions League

porzellanreihe

Wir haben uns noch nicht gesprochen, seit dem merkwürdigen 2:2 da am Freitag am Millerntor gegen Jena. Ich vermute aber, wir hätten unser Gespräch aus der Mitte der Hinrunde quasi 1:1 wiederholen können. Die Angst frißt diese Mannschaft auf, wenn sie sich gerade einmal ausgezeichnet hat, wie letztens gegen Köln oder damals gegen 1860 und Co. Sie dürfen einfach nicht Favorit sein. Das ist gegen Kaiserslautern genau so in die Hose gegangen, wie im Pokal gegen Werders Amateure.

So merkwürdig war die Stimmung am Millerntor nach dem Abpfiff, dass es ganz still wurde. Eine Fassungslosigkeit, die alle befiel, auch die Spieler auf dem Rasen, die nach dem Ausgleich das Spiel eigentlich gerade anfingen zu beginnen, da war es auch schon vorbei. In wenigen Minuten leerten sich die Ränge dann rapide, meine Südtribünen-Premiere, fast versaut. Da fehlte es sogar an der Kraft, sich lautstark gegen die “Scheiß-St. Pauli”-Rufe aus dem Gästeblock zu wehren, als unsere Jungs auf ihrer halbherzigen Ehrenrunde rund um den Anstoßkreis auch an den Jena-Fans vorbeikamen.

Jena hat einen Punkt dagelassen, glücklicherweise.
Ansonsten ein Abend der Merkwürdigkeiten und Widersprüche.
Das neue Klo, die steile Perspektive auf der Südtribüne, die fehlende Akustik da oben, die Porzellanbehälter auf dem Klo, inklusive Staunen über die Fotokacheln. Da hätte nur noch der Millerntaler gefehlt zum Glück. Sowas.

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