Die dänischen Mohammed Karikaturen und die Arroganz der Freiheit

Was für ein Popanz.
SymbolbildDie islamische Welt reagiert heftig auf die Karikaturen aus der dänischen Presse und zwar so, wie sie es immer macht, wenn sie weltöffentlich auf ihre Wut hinweisen möchte, mit Fahnenverbrennungen. Neu an der Sache ist nur, dass mit Dänemark ein liberales europäisches Land Ziel dieser Wutausbrüche ist.
Ganz fix werden da in der europäischen Politik und in deutschen Medien die eigenen Fahnen hochgehalten, die der Pressefreiheit auf der einen und die mit den vielen eigenen Agenden drauf auf der anderen Seite.

Henryk M. Broder kocht im SPON auf dieser Flamme seine Privatfehde mit der taz zu Ende: Dieser wiederum war auch nichts Intelligenteres eingefallen, als ein halblautes „Selberschuld“ nach Dänemark zu rufen. Immerhin könne das dänische Blatt “Jyllands-Posten” auf eine ungute Vergangenheit des unverblümten Antisemitismus in den dreißiger Jahren zurückblicken”, heute kühle sie “ihr Mütchen” lieber an den Muslimen.

Ich frage mich, ob irgendjemand bereit ist zur Kenntnis zu nehmen, dass die Wut in der islamischen Welt zwar ernst gemeint, in ihrer Form jedoch geradezu ritualisiert ist. Halb so schlimm? Hoffentlich und wahrscheinlich. Wahrscheinlich eher vergleichbar mit dem naiven „nun vertragt euch mal“ der Weltgemeinschaft, allen voran die belasteten Deutschen in Richtung Israelis und Palästinenser. Auch ernst gemeint und doch nimmt niemand im Ernst an, dass diese Aufrufe Folgen zeitigen.

Ach, und noch etwas zur Entschuldigung des Chefredakteurs, die Herr Broder folgendermaßen umschreibt:

Wie nennt man so etwas? Vorsorgliche Kapitulation? Selbstmord aus Angst vor dem Tode? Beitrag zum multikulturellen Leben, bei dem die eine Seite beleidigt spielt und die andere sich umgehend von sich selbst distanziert? Oder schlicht: Wechselspiel von Erpressung und Opportunismus?

Vielleicht ist es grundlegende Eigenschaft der Freiheit, auch die eigene Wirkung falsch einschätzen zu dürfen. Bestimmt ist es aber auch ein Zeichen von Größe, wenn man sich die Freiheit nimmt, sich für fehlendes Augenmaß zu entschuldigen. Auch wenn es nur Teil eines feinen Rituals ist. Aber Rituale sind wesentlicher Bestandteil von orientalischer Kommunikation und werden in diesem Blog als Zeichen von Verstehen bewertet.

10 Replies

  • ” … ob die dazu umgekehrt auch in der Lage sind?” interessiert mich hier gar nicht. Und auch Du weisst natürlich, dass ich meine Sicht nicht entpersonalisieren kann, natürlich ist das eine okzidentalische (schönes wort ;).

    Interessant dabei ist doch, dass die Diskussionen entlang einer Stromkante jeweils autark geführt werden. Wie Du zu Recht anmerkst auch in unseren Medien ritualisiert.
    Nomalerweise ist man mit dem “boshaft reininterpretieren” bei mir an der richtigen Adresse. Heute war mal kein boshafter Gedanke dabei.

  • Rituale sind übrigens auch ein wesentlicher Bestandteil okzidentaler Kommunikation und auch jener in Fernost. Ob und inwiefern diese Verstehen signalisieren, das sei mal dahingestellt – daß eine solche Aussage wie Deine da oben, mit Verlaub, so ganz frei von Überheblichkeit nicht ist, frei nach dem Motto: Mit dem weisen Blick des Ethnologen fühle ich Okzidentler mich ein in orientalisches Denken, das dem unseren so fremd ist, ob die dazu umgekehrt auch in der Lage sind?, das sei noch ergänzt. Kann ich jetzt aber auch boshaft reininterpretieren, dann sorry dafür.

    Wer jedoch weiß, ob Du das so schreiben könntest, wenn nicht über islamische Länder einst Aristoteles nach Europa zurückkam und so z.B. Hume ermöglichte …

  • Ich wäre mittlerweile für einen Atomschlag gegen die gesamte islamische Welt, natürlich einschließlich gegen den Iran, es wird Zeit die Welt von dem Übel zu befreien.

  • Huch? “So kurz und schon bei den Sturmtruppen?”,

    … hätte Prinzessin Leia gesagt. Wer so daher trollt, der sollte ruhig eine URL hinterlassen … tsss…

  • Junge wenn ihr mich anmacht ey, isch bin Fightclub
    und meine mudda zieht nachts auf DSF Lkw´s…
    Mohammed, King of Jihad

  • in der kunst, der liebe und im krieg ist alles erlaubt. von ein paar durchgeknallten, weinerlichen islamis die keine kritik abkönnen und dümmer wie’n meter feldweg sind lass ich mir schon überhaupt nicht das maul verbieten.
    over and out

  • ICH FINDE WAS IHR HIER SO SAGT DAS LEZTE!!! WIE KANN MAN EINEN LAND EINEN BOMBEN SCHLAG WÜNSCHEN DAS HEISST EHER WIE KANN MAN NUR MENSCHEN KINDER FRAUEN DEN TOD WÜNSCHEN ??? MAN SOLLTE ZUERST ÜBERLEGEN WAS MAN SO SAGT!!!MAN SOLLTE ANDERE RELIGIONEN RESPEKTIEREN UDN NICHT KRETISIEREN!!! AN WAS MAN GLAUBT SOLLTE DEN ANDEREN NICHTS ANGEHN DEN JEDER HAT ANDERE VORSTELLUNGEN!!! ABER DAS MIT BOMBENSCHLAG IST SOWAS VON ZUM …..!!!

    PEASE

  • @Sophia: Wirklich das Letzte sind eher Deine Deutschkenntnisse. Die sind wirklich sowas von zum …!!!

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