Die politische Fratze und das Hartz4-Debakel

Das Scheitern der Hartz-IV-Verhandlungen ist ein Skandal. Es geht um das Existenzminimum von mehr als sechs Millionen Menschen, also um die Schwächsten in unserer Gesellschaft. Doch in Wahlkampfzeiten war das Regierung und Opposition egal. Die parteipolitische Profilierung ging vor.

schreibt Lisa Caspari in Die Zeit und mir aus der Seele.

Wie lange ist das Merkel noch Kanzlerin?

Eine Antwort

  • Der Tagesspiegel legt nach:

    Schon klar, so ist Politik nun mal, wer anderes erwartet, gilt schnell als naiv, als weltfremd. Aber von welcher Welt reden wir denn hier, und: von wessen Welt? Hartz sei kein „Gewinnerthema“, hat die Arbeitsministerin in fröhlicher Offenheit erklärt. Mit anderen Worten: in der Sache egal. Die sieben Millionen Zuwendungsempfänger, die zwei Millionen Hartz-Kinder, die wählen ohnehin kaum, und wenn, dann nicht die Union oder gar die Liberalen. Und die SPD? Sieht das genau deshalb so ähnlich. Ein paar Euro mehr oder weniger – darauf kommt es nicht an. Fallen zu stellen, mit Zahlen zu zocken, die anderen am Ende als verstrittene Loser auf die Bühne zu zerren, ganz egal wie, ganz egal in welcher Sache, ganz egal, ob nun Frauen verhandeln oder Männer: das ist das Ziel, dem wird alles untergeordnet, ohne Leitbild, orientierungslos im ursprünglichen Sinn von Politik. Das ist abstoßend, in der doppelten Bedeutung des Wortes.

    http://www.tagesspiegel.de/meinung/politik-und-hartz-iv-einfach-grotesk/3809348.html

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.