Die Rüpel vom dodenhof

Sowas tolles, da erhebt sich aus der Kaltenkircher Tundra ein gläserner Nierenbau, der alles hat, was das Shopperherz begehrt. Wirklich, ich bin ein kleiner Fan dieses Einkaufwunderlandes. Freundliche Verkäuferinnen, viel Platz und viel Licht. Ein unsagbar toller Kinderspielhort, der einen an die seligen 70er Jahre im HHer EEZ erinnert. Toll.

Selbst die vielen Terminänderungen haben die Expiditeure, so heissen die armen Menschen, die die Unsortiertheit ihrer Kunden in einen linearen Ablauf bringen müssen, klaglos mit holsteiner Freundlichkeit abgearbeitet.

Dumm, wenn dann die Crew, die zum Aufbauen kommt, den ganzen Eindruck nachhaltig versemmelt.


Zuerst alles normal. Leicht gehetzte junge Männer mit langen Kisten und Werkzeugen die sie von den Lastern wuchten. Jedesmal quiescht die Lendenwirbelsäule vor Vergnügen, das nicht machen zu müssen. Privilieg des Mittelalters.

Setze mich wieder an den Schreibtisch, nachdem die Jungs keinen Caffe haben wollten und auch ohne einen aufgekratzt gehetzten Eindruck machen.

WUMMS! Da werden die Teile nur so durch das Kinderzimmer geworfen. RUMMMS! Da landet ein Holzteil auf dem anderen. “Wenn das man gut geht”, denke ich mir – im Zimmer liegt alles übereinander, Bohlen, Schrauben und Kartons. Nichts zu sehen.

Wie immer in solchen Fällen fällt einem dann, wenn die Burschen weg sind, das Malheur ins Auge. Tiefe Schrammen an der Ware und im Fußboden. Freude verflogen.

Bin gespannt, wie der dodenhof damit umgeht. Hoffentlich hosteinisch freundlich.

Ergänze