Dollarkurs, Blogs und die Renaissance der Eigeninitiative

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Die Vereinigten Staaten sind pleite. Nun, das ist keine neue Nachricht. Allerdings mit einer pikanten Note. Denn seitdem nicht nur die USA, sondern alle anderen, die ihre verfaulten Versprechen und Hypotheken-Kredite gehandelt haben, ebenfalls an der Kreditnulllinie herumeiern, feiert das Bodenständige Renaissance. Lustigerweise steigt auch der Dollarkurs wieder. Diese Volkswirtschaft hat nämlich schon bis zum Bankrott abgeschrieben, den Europäern steht das noch bevor.

Blogs sind in den USA weiland erfolgreicher als in Deutschland. Der Erfolg der Wenigen hat dazu geführt, dass US-Blogs, die erfolgreichen umsomehr, weniger wie Blogs funktionierten, sondern eher wie ausgelagerte Leitartikel-Diskussionen. Ein Zirkel, der sich da gegenseitig kommentierte, informierte und pushte. Das lief eine Weile gut – vor allem bei den Werbekunden, nun schlägt das Pendel zurück.

In Deutschland kommen Blogs dagegen in Sachen Reichweite und Relevanz nicht aus dem Quark, weil man sie schlicht nicht braucht. Wer publizieren, Fotos bloggen oder sich austauschen, meinetwegen auch gruscheln möchte, kann dies in vielen putzigen social networks, neuerdings sogar vis-a-vis zu seiner Regionalzeitung tun. Letztlich waren twoday und Co. nix anderes. Wer braucht da noch ein eigenes Blog?

Stimmt das aber, dass 2009 viele dieser social networks zusammenbrechen, dann wird vielleicht wieder Mode, was für Menschen, die gerne ihre Gedanken auf ihren Servern wissen, schon immer klar war. Mein Blog ist meine Burg. Komme was da wolle, ob jetzt die anderen leben oder sterben wollen, mal wieder.

(intensive Zusammenfassung der sterbenden Blogger-Hybris beim powerbook-Blogger)

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