Don’t believe the cloud #wikileaks

himmel

Als gebranntes Kind der “New Economy” hoste ich selbst – soweit das geht. Bisher bin ich vor allem im Hinblick auf das wirtschaftliches Überleben und den Datenschutz davon überzeugt gewesen, dass es sich lohnt, wenns denn sein soll, auf deutsche (oder in Deutschland habhaftbare) Anbieter zu setzen. Nun muss man das Ganze auch noch aus der Warte bewerten, dass es einem US-Unternehmen, wie Paypal oder amazon aktuell, nicht mehr ausreicht, nur amerikanisches Recht anzuwenden, wenn man selbst ganz woanders sich befindet, sondern man befürchten muss, dass neben Büchern womöglich mein gesamtes digitales Leben verschwindet, rechtswidrig aber faktisch, nur weil mein Treiben einer Regierung nicht passt.

Amazon als Serverbetreiber würde ich meiden. Überhaupt bestimmen viele US-Cloud-Anbieter in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen beziehungsweise in den Nutzungsbedingungen, dass alle Daten ihnen gehören. Das ist die typische Haltung. Google ist eine solche Klausel für Deutschland von den Gerichten verboten worden – zu Recht.
(Thomas Hoeren in zeit.de)

Das ist der Schaden, den Paypal, amazon und die anderen nachhaltig angerichtet haben mit ihrer vorschnellen Liquidation der wikileaks-Konten. Und ich bleibe bei meiner Prognose – nu wird sie immer wahrscheinlicher – dass das nächste deutsche Wort, das den Weg in die englische Sprache findet “Informationelle Selbstbestimmung” ist.

One Reply

  • Amerikaner haben generell ein anderes Verständnis von geistigem Eigentum. Das ist ein Problem für den Rest der Welt. Es ist kein Zufall, dass Facebook und Google aus den USA stammen.

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