Empörend

Millerntor unter Flutlicht
Millerntor unter Flutlicht

Montag Abend im Oktober. Die Sonne ist schon seit einer Stunde untergegangen, Feuchtigkeit fällt von oben auf den Rasen und bricht das Flutlicht am Millerntor, als ich mich in Richtung Nordkurve aufmache. Ich habe immer Probleme mit der inneren Motivation an Montagen. Da helfen auch zwei Wachmachbiere nur bedingt. Wie machen das unsere Boys in Brown nur, denn das ist schon wuchtig, was die in den ersten 20 Minuten spielen. Wuseln sich mit exaktem Passspiel durch die müde Fortuna-Abwehr, dass es eine Freude ist. Allen gefällts, nur Herrn Perl scheint der Spielfluß zu stören, dass er gleich drei Aktionen von Flo Bruns abpfeift. Das hat mehr Wirkung auf das Spiel, als die umstrittenen Szenen in der zweiten Hälfte. Empörend, dass so fiese Fußballerdarsteller, wie Fortunas Rösler (#30), der Jarolim für Arme vom Rhein, nicht in ihre Schranken gewiesen werden und ich verstehe das voll und ganz, dass unsere Jungs sich da verschaukelt und verpfiffen vorkommen.

Das Empören über die Schauspielertruppe Fortuna Düsseldorf macht durstig – und wie das so ist, war man am Anfang einmal im Container, dann muss man immer wieder. Herausspülen, diese Ungerechtigkeit und still dann mit Blick auf das dampfende Millerntor genießen und hoffen, dass das Nichtaufgeben wieder einmal hilft. Es hilft nicht – und so kommt das Millerntor zu Ruhe. Ausempört und völlig augepowert vom Kampf gegen Unsportlichkeit und das, was Schwafler Cleverness nennen. Da fiel vielen nicht mal ein, unsere Jungs mit einem YNWA aufzubauen. Der Süden, die Singing Area und uns Fünf auf der Nord mal ausgenommen.

Niedergeschlagen und ein wenig dun melancholisch dann an der Domschänke abzutauen lädt dann aber wieder auf. Hoffentlich steigen die doofen Fortunen in die erste Liga auf, verdient haben sie sich diese Strafe auf jeden Fall gestern.

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