Engel im Darm, die konsequente Fortführung des business case „Klingelton“

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Erfolg braucht Fantasie. Die digitale Wirtschaft hat da eine Menge von anzubieten. Ohne lästige Warenwirtschaften, die bspw. Bananen und Caffee um die halbe Welt schiffen müssen zum Verbraucher, kommt das digitale Produkt ohne Schiffspassagen und Bahnwaggons aus. Engelsbotschaften gleich kommt das digitale Gut, ohne Reibungen zu verursachen, zu seinem Kunden.

Immer im Original, denn digital sind alle Kopien auch Master. Göttlich.

Die bisherige Krönung dieser Schöpfung ist der Klingelton. Eine digitale Abart von Musik, der man bis vor kurzem meist wiedergeboren begegnete- in Aboform. Da ist der Schritt zur Vermarktung weiterer geistiger Produkte nur konsequent.

Der österreichische Sender Telemedial bietet Engel-Support und göttliche Energie per TV in einem Teleshop an, der von den Ungläubigen in den digitalen Medien und in Internetforen heftig angegriffen wird. Nun wird ihm auch noch die Lizenz entzogen.

Der Bundeskommunikationssenat bestätigte gerade, dass Telemedial mit seinem Heiler die Gesundheit gefährdete und so das Privatfernsehgesetz verletzte. Der Moderator erklärte einer Anruferin, seine „Engel“ würden einen „Darmaustausch“ an ihr vornehmen und zitiert „Engel“ mit: „Wir sind im Darm und arbeiten den neuen Darm ein.“ Der Lizenz droht Darmverschluss. (prie, fid/DER STANDARD; Printausgabe, 3.6.2008)

Das Modell wird aber überleben. Sie ist himmlisch digital die Engelsmacht und eine Nachfrage scheint es dafür ja auch zu geben.
Amen.

via Stefan
foto: flickr

anhang: bei Thomas gibts noch weitere Infos, schön zusammengetragen.

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