Erbarmungslos2 – @turi2 warum #Werbung in Twitter nicht funktioniert

turi2-kress

Die kurze Variante:
… weil es immer einen geben wird, der dieselbe Information/Geschichte unbezahlt, besser oder werbefrei erzählt.

Die längere:

Twitter und ihm nachfolgend facebook und bald alle namhaften social apps basieren auf dem follower-Prinzip – ich verfolge also Menschen und Institutionen, von denen ich annehme, dass ihre Nachrichten, Statusmeldungen und Inhalte für mich von Wert sind. Temporär, sozial, freundschaftlich oder auch gerne journalistisch.

Das erbarmungslose an diesem Prinzip: der Empfänger hat die volle Kontrolle, ein Irrtum – sei es inhaltlicher oder ärgerlicher Natur – wird mit entfolgen bestraft. Nun ist in einer Welt, in der ich das Rauschen in meiner Wahrnehmung selbst bestimme, die Grenze zwischen akzeptierter Werbung und Spam fließend – und sehr persönlich. Wird Werbung als desinformierend, beschönigend und dem Nutzen des Dienstes, der Person, des abonnierten Twitter-Streams entgegenläufig wahrgenommen, dann wird der Strom abgeschnitten. Das kann sich nur leisten, wer ständig neue Follower generiert, oder dessen Dienst so wertvoll ist, dass gelegentliche Werbebelästigung hingenommen wird.

Diesem erbarmungslosen Test wird sich auch Turi2 stellen müssen. Ich bin auf den Ausgang dieses Experimentes sehr gespannt.

Ich habe überhaupt nichts dagegen, wenn jemand mit dem Medium rumspielt, neue Dinge ausprobiert usw. Ich finde es nur innerhalb eines Kanals schwierig, der zu 90% aus persönlich erstellten Nachrichten besteht. … Das tötet das Medium.

So schwarz, wie Herr Dahlmann hier sehe ich das nicht. Alles, was passieren kann, ist, dass keiner Werbern oder Werbenden auf twitter (mehr) folgt. Das Medium ist durch diesen Mechanismus prima geschützt.

Foto: via twitpic

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