Facebook & Co.: Sterben als Geschäftsmodell

D Sharon Pruitt

Ich halte es nach wie vor, für ein durchaus mögliches Szenario, dass Anfang 2011* die halbe Menschheit ihre digitale Existenz verliert, weil nacheinander Twitter, Facebook, StudiVZ und Co. über die Wupper gehen.

(*der Zeitpunkt ist beliebig gewählt)

Dichtmachen können nämlich nicht nur Versandhäuser. Es muss nur einer nach dem Ausbleiben eines tragfähigen Geschäftsmodells fragen, dessen Äußerungen (anders als meine bspw.) auf den Finanzmärkten Panik auslösen können. Und weit hergeholt erscheint die Frage ja nun nicht, angesichts der burn-rate, die große internationale social networks derzeit an den Tag legen.

Lustigerweise könnte gerade ein solcher Kollaps zu eben diesem verhelfen, dem Geschäftsmodell. Würde Facebook bspw. denn dereinst ankündigen, den Dienst einzustellen, wären doch sicher mehr als 40% der Nutzer bereit, für die Rettung ihres digitalen Gedächtnisses zu bezahlen. Da bin ich mir fast sicher. So ein Modell würde möglicherweise dazu führen, dass web 2.0-Plattformen zu den erfolgreichen Modellen von 2004 zurückkehren, wie sie flickr oder XING vorgelebt haben. Das Geschäftsmodell Premiumdienst erlebte eine neue Blüte. Jeder verstünde doch, dass ein weitere digitale Krise nur abzuwenden wäre, wenn man für die komfortable Verwaltung des “digitalen Ich” eine Gebühr bezahlte.

p.s.: die Stümperhaftigkeit mit der Facebook potenzielle Werbekunden behandelt ;), bestärkt mich nämlich in dieser Ansicht. Ich muss noch erwähnen, dass ich mit Daniela teilen müsste, sollte Facebook dieses Modell übernehmen und mir eine Provision zahlen wollen – diese Thesen entstammen nämlich einem netten Plausch auf dem Hamburger Gänsemarkt und sind hochgradig hypothetisch.

9 Replies

Ergänze