FC St. Pauli 2 – KSC 1: Heute war das Millerntor dieses eine Tor besser

So ein wenig hatte ich gehofft, dass der Schiedsrichter den Platz nicht freigeben würde, so ein wenig befürchtete ich eine Wiederholung des Aachener Setups am Millerntor, ein wenig egoistisch wollte ich die magische Erinnerung an den Abend in Duisburg noch ein wenig länger bewahren, als mir bei meinem mittäglichen Caffee im Ofeuer Christian Böning aus den Gedanken riss. „Der Platz ist freigegeben, aber so richtig spielen kann man auf dem weichen Modder nicht“, berichtete er sinngemäß.

Momo hatte wie üblich, geduldig gegen meine latente Unzufriedenheit mit Herrn Bruns argumentiert, auf die eine spielentscheidende Aktion verwiesen, für die er immer gut ist, an sehr feinen Tagen auch mehr. Daran musste ich dann auch denken, dass dieser famose Fußball-Abend da schon begonnen hatte seine magischen Fäden zu spinnen, als ich nach dem Spiel ein letztes Bier orderte und ein wenig dun am Nobistor in den Bus stieg.

Auf dem kurzen Fußweg vom Millerntor die Reeperbahn hinunter, verwoben sich die Bilder des Abends, zu einem Lächeln – der massive Einsatz von lieben Pyros (genau die richtige Medizin nach den Diskussionen der letzten Woche), das harmonische aber immer wieder versetzte Singen mit der Gegengerade, das heute so harmonisch sich fügte, dass fast der berühmte Roarr entstand, die Tore von unserem Liebling Rouwen, das Pinkelpausen-Gegentor, das meine Seele nicht belasten kann, weil ich es nicht sah und Minuten später eben wieder unser Quickborner Jung einnetzte vor der Süd.

Das versöhnliche „Aufwachen, Aufwachen“ nach Spielende und das leicht angetüderte Plauschen mit Fabian Boll, über dessen starkes Wiedereinfügen ich mich besonders gefreut habe, klingen noch nach. Ich glaube ich habe im Schlaf immer noch gelächelt. Wunderbar.

3 Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.