FC St. Pauli vs Marco Fritz 1:3


Am Vormittag hatten meine Deerns ihr Achtelfinale gegen den TSV Niendorf im HHer Pokal. Der Verband hatte ein wenig verschlafen und es erschien kein Schiedrichter. Die Spielleitung hat dann ein Vater der Niendorferinnen übernommen – und er hat gut gepfiffen, auch wenn er statt einer Pfeife zwei Finger benutzte.

Ich bin mir sicher, dass Thorsten, so hieß er, das Spiel am Nachmittag ebenfalls souveräner hätte leiten können, als das Marco Fritz und seine Fuzzies an der Linie getan haben. Ich habe lange kein verpfiffenes Spiel mehr am Millertor erlebt, dass einem so lange die Wut im Bauch erhält, wie das systematische Wegrichten von Sankt Paulis Spielenergie (zuletzt listet dieser Blog ein solches Auspfeifen der Pfeifen und “Schauspielertruppe”-Gesänge beim Spiel gegen den MSV). Der Elfmeter ein Witz, ein Phantomschmerz des Griechen Gekas, die Gelbe Karte für Asamoah deswegen auch (natürlich regt man sich über solche Herbstschwalben zu recht auf, zumal in der ersten Halbzeit andauernd falsch Abseits angezeigt wurde – am Ende dann wieder, beim 3:1, nur hier übersah der Fritz die Fahne seines Assistenten geflissentlich). Es passte zum Tag, dass gegen alle Vorhersagen es dann auch noch anfing zu regnen. Ein Regen, der in Hamburg nass macht, bei dem sich aufbäumen und kämpfen lohnt, wenn man nur nicht das Gefühl hätte dieser negativen Machtausübung so hilflos gegenüber zu stehen. Die gelbe Karte gegen Naki ein wichtiges Indiz für die Motivation des Fritz an diesem Nachmittag. Als gefoulter, eben eingewechselt den Karton zu sehen, frisst Energie, die das Spiel noch hätte drehen können. In diesem Sinne eine effektive Schiedsrichter-Leistung und im Vergleich zum MSV Duisburg-Spiel eine echte Leistungssteigerung.

Nach dem Spiel allüberall Wut und Entsetzen über dieses Spiel. Ich traf dann abends noch einen Eintracht-Fan, der sich auch nicht recht freuen konnte. Ein wenig schämte er sich wohl auch.

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