FC St. Paulis magischer Auswärtssieg

SANY0297.JPGIch habe ja nach dem ganzen Tam-Tam, das ich um das Anschauen dieses Auswärtssieges bei meiner Münchenreise gemacht habe selber schuld. Ich müsste jetzt jedes Mal nach München, wenn es nach den Regeln der Auswärtsmagie geht.

Doch ich habe Glück.
Solche Magie hat dann natürlich viele Väter. Eine Quelle allerdings. Das Millerntor des vergangenen Freitags – das tausendfache skandieren von “Auswärtssieg, Auswärtssieg” anstatt sich mit seiner Heimstärke allein zufrieden zugeben. Das hat den Fluch gebrochen.

So richtig magisch wurde es, als ich gegen 18:00 Uhr diese Kneipe in München Haidhausen betrete, von außen schon rot angestrahlt, innen laute Paulianer, mitfiebernd und Bier trinkend. St. Pauli auf Premiere, ohne Konfi oder so – das ganze Spiel. Mehr als Hoffnung, das steht sofort im Raum.

Wir fluchen, über Trojans 100%tige und seine Gelbe Karte. Das 0:0 zu Pause und überhaupt.
Da merke ich, dass der Paulianer vor mir eine Hund dabei hat, und der heisst “Pauli”, in diesem Moment war mir klar: die Magie reicht über das Aufheben des schwarzen Fluchs hinaus, das gewinnen wir hier.

Sicher, das 1:0 durch Duisburg hat mich nachdenklich gemacht, aber mal im Ernst, aufgegeben zu hoffen habe ich nie. Es war noch soo viel Mojo übrig. Ich durfte mich an die Aufstiegssaison erinnern, als Stanis wahnsinnige Einwechslungen Spiele entschieden haben. In Aue und so. Ja, das war heute auch so. Bruns und Hennings anstatt Brunnemann und Ebbers. Magisches auf den Kopf drehen von bisherigem, wie meine Perspektive auf Duisburg von da unten, neben “Pauli” sitzend, der sich auf meinen Oberschenkel legt. Trotz aufkommender Allergie, wage ich nicht, mich zu rühren.

Nach dem Schlusspfiff schreit diese Kneipe ihre Freude hinaus in die bajuwarische Luft, dass es eine doppelte Freude ist. Pauli, ein Hund und das Millerntor haben diesen Sieg ermöglicht. Eine liebenswerte Magie, die sich dann rückwärts durch die Zeit arbeitet, bis zur Quelle, dem magischen Freitag am Millerntor. Auch trotz Ludwigs Freistößen übrigens ;)

Für alle Zweifler: Nein, das ist kein Zufall, dass Doro, die Wirtin, ein Schiffchen der DGzRS aufstellt, dort in der Ferne. #Heimat
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