Fußball-Networking #next11

Ich bin ein schlechter Konferenz-Einordner. Zum einen fällt es mir schwer, Konferenzen zu beurteilen, die in Berlin oder Hamburg stattfinden, also zuhause oder in der Vorstadt, und mit denen zu vergleichen, die im Ausland sind. Das liegt nicht immer daran, dass die internationalen besser wären, ich empfinde das nur oft so – vielleicht ein Effekt meiner Sozialisierung in den 80er Jahren, als alles englische einen hochbesonderen Nimbus genoss.

Auf der next11 in Berlin habe ich mich außerdem weniger in Panels oder Vorträgen aufgehalten, sondern viel “genetworked”, wie man das neudeutsch so nennt. Das Erweitern des eigenen Horizonts und professionellen Bekanntenkreises über Menschen, mit denen man sozial verknüpft ist. Ich bin hierbei ein Verfechter der Theorie der “weak ties”, also der Erkenntnis, dass die unverhofften und losen Bekanntschaften oft genug Anlass oder Ausgangspunkt für tolle Projekte werden können.

Seit ein paar Jahren trage ich meine Vorliebe für einen besonderen Stadtteilverein regelmäßig vor mir her, was beim Networken oft einen weiteren Effekt hat – man kommt nicht nur zum Thema der Konferenz ins Gespräch, sondern über die Schiene Fußball.

Gestern auf der next11 in Berlin war das mal wieder so. Wir saßen draussen, der Pottblogger (herzlichen Glückwunsch BVB Borussia zur Deutschen Meisterschaft) und fanden schnell Parallelen zwischen Fußballvereinen und Communities. Dazu gesellten sich weitere Konferenzteilnehmer. Vom FCA (Augschburg) und den Stuttgarter Kickers beispielsweise. Sympathische Menschen, mit tollen Ideen. Vielleicht demnächst mehr als lose Krawattenbrüder ;)

(Frage mich allen ernstes, ob das Fans vom HSV auch so geht – immerhin kann man mit denen in der Regel gut Frotzeln ;)

Ergänze