Google’s Dammbruch: G1-Werbung auf der Startseite

Google G1 Werbung Startseite google.de

Der größte Werbevertreter der Welt sah bisher nicht so aus. In jungfräulichem Schneeweiß präsentierte sich google.com (de, it, jp et al ebenso) seinen Nutzern.

Ein Konzept, das revolutionär und dogmatisch konsequent den Kern-Nutzen nach vorne stellte und nebenbei eine interessante psychologische Wirkung entfaltete: Google wurde als reine Suchmaschine wahrgenommen, nicht als millardenschwerer Werbe-Mischkonzern.

Die visuelle Konzentration auf den Nutzen verbarg handfeste Finanz- und Machtinteressen. Genial.

Vielleicht war diese Reinheit – in letzter Zeit schon durch die Hinweise auf die eigenen vielfältiger werdenden Services leicht ramponiert – letztlich wesentlicher Garant des Erfolges.

Nun scheint ein Damm gebrochen.
Google wirbt mit dem G1 erstmals nicht mehr für einen Dienst, sondern ein Produkt. Ein Handy. Zumal für eines, das in Deutschland „T-Mobile G1“ heißt. Wie weitreichend die ramponierte Reinheit das wahrgenommene Wesen von Google wohl verändert? Vielleicht ist das der erste Schritt in Richtung Yahoo-isierung einer Legende. Apple und facebook vermögen beim verwöhnten Marktführer wohl schon Paradigmen aushebeln. Eine Revolution in Richtung Normalisierung?

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