Haupt

Der Nacken spannt heute morgen mehr als sonst. Ich spüre mein Haupt, das er tragen muss. Die Schläfe pocht kraftvoll und schmerzt ein wenig. Hauptsache gesund. Ich denke, also … es knackt, wenn ich den Kopf ein wenig nach links oder rechts neige. Und es zieht auf der Schulter. Trotzdem fühle ich mich reicher, als noch vor einer Woche. Habe das Gefühl, ich bin voller. Vielleicht sogar einen Schritt vorangekommen.

Ich denke beim reden, und wer mir folgen will, der muss auch versuchen meinen Gedanken zu folgen. Das ist nicht leicht, wenn man von Außen zuschaut. Auch wenn ich den meisten einen Platz auf der Haupttribüne einräume. Sie rufen dann mit ihren Augen, feuern mich an mit Gesten und strafen mit Blicken, wenn ich zuviel Zeit in der eigenen Hälfte verbringe.

Denke an die alte Haupttribüne und schwelge ein paar Minuten in Erinnerungen. Der Druck im Kopf weicht nicht. Ich muss mein Blut wohl verdünnen. Damit es schneller fließt und meine Fülle auflöst, weiter treibt.

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