HSV, der Fluch und die Liebe #fcsp

hsv-symbolfotoEs war zu spüren an diesem Sonntag, morgens schon, in Norderstedt, als wir Altonaer beim HSV zu Gast waren. Lieblosigkeit überall.

Normalerweise engagieren sich die Eltern der Vereine, bei denen die Spielrunden der F-Mädchen ausgetragen werden, enorm, besonders an einem Sonntag Vormittag, um einem das frühe Aufstehen schmackhaft zu machen, den Stadtteil und ihre Art den Sonntag zu begehen zu zelebrieren. Eigentlich ist das immer das Highlight einer dieser innerstädtischen Auswärtsfahrten. Beim HSV stehen zwei übernächtigte Landeier hinter einer Bar, einer davon trägt ein T-Shirt mit der Aufschrift „Sekt für die Nutten, Champagner für uns“.

Schlagartig formuliert sich der HSV-Fluch selbst. Eine Bande von entnervten Möchtegernen, die da im Altonaer Wald den Nutten beim spielen zuschauen, und wehe es gibt keinen Champagner – immerhin hat man sich selbst lange genug eingeredet, dass man ihn doch verdient. Mal im Ernst, habt ihr euch mal gefragt, weswegen Elfmeterschießen und Schiri-Pfiffe immer gegen das Tor in der Nordtribüne gepfiffen werden? Diesen Fluch, lieber HSV, den habt ihr euch verdient. Und den werdet ihr nicht los. Bis ihr aufhört, Liebe mit Geilheit zu verwechseln.

Die Macht der Liebe haben wir diesen Sonntag, seit längerem zugegeben, mal wieder am Millerntor zelebriert. Stani hatte gebeten, wir haben gegeben. Eineinhalbstunden haben 23.000 Menschen gesungen, gedrückt und sich entzückt für dieses Spiel, bei dem nicht nur offenbar wurde, dass wir drei wunderbare Fußballer in unserer Jugend herangeherzt haben, die den kommenden Jahren den Schrecken nehmen, sondern, was es ist, das immer wieder Gegner zu Freunden macht, Auswärtsfans zu Millerntoristas.

Es ist die Fähigkeit, sich den Nachmittag mit Fußballspiel zum echten Erlebnissen zu machen, diese Macht der Freude, die man eben nicht kaufen kann.

Papierkugel @Millerntor

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