“In den 20er Jahren fuhr St. Pauli noch gerne nach Rostock”

würstchen im clubheimDer Verlag hatte Würstchen spendiert und Brezeln, bei der Buchwiedervorstellung am Hamburger Millerntor heute Frühmittags.

Herrmann Schmidt, Verlagsfuzzi mit braun-weißer Leidenschaft lies aus seinem neuen Buch “Der Kampf geht weiter” vor. Er bloggt quasi trocken, schreibt über seine Spielbesuche Tagebuch ohne es sofort zu veröffentlichen, sondern sammelt seine Eindrücke solange, bis ihm ein roter Faden einfällt, der dazu passend erscheint. Dann, so verriet er mir, recherchiert er Ergebnisse und Wetter noch einmal nach. Aus Zeitungen – old school eben, aber feines Textwerk.

Silberschädel im ClubheimEr startet in diesem Band bei der klammen Pokalniederlage gegen Werder Bremen, nicht die vorgestern, sondern die vom November 2007, erinnert an das glücklich-erschöpfte Nachfreuen nach dem Heimspiel gegen Erzgebirge Aue und arbeitet Paulianische Teamwerdung bis zum Legendenspiel gegen Hansa Rostock auf.

Prosaisch und Ich-bezogen, sein “Hamburg-Heiner” heißt “Pauli” und ist ein Hund – genauso wie der Kneipenhund in der Münchner FCSP-Kneipe Balan.

Mit sehr viel mehr Genauigkeit und wegen dieser Akribie auch von mir so verehrt, geht René Martens zu Werke. Einer der wenigen an diesem Tag, die selber bloggen und twittern. Einer von uns, der in der Neuauflage seines Klassikers (die erste Fassung erschien Ende der 90er Jahre) “Wunder gibt es immer wieder” auf S. 222 auch uns Sankt-Pauli-Blogger erwähnt, mit der Zusammenstellung der FCSP-Jahrhundertelf den Brückenschlag vollzieht.

Außerdem erfährt man in keinem anderen Buch so viele fein zusammengetragene Geschichten und Fakten. “Pflichtlektüre” (Übersteiger), immer noch und immer wieder.

Zum Thema Hansa Rostock schreibt René ebenda: “Es gab auch Zeiten, … da fuhren die Kicker des FC sogar freiwillig in die Ostseestadt” – und ich würde mir wünschen, dass das wieder so kommt.

3 Replies

  • Es ist noch Gutes in ihm, ich fühle es
    (Luke Skywalker)

    Ja Zoe, da gebe ich Dir voll und ganz recht. Das wird sich erst ändern, wenn die Stadt Rostock und der Verein merken, dass sie allein es in der Hand haben, das zu ändern.

  • Danke für die Gedächtnisauffrischung, ich wusste, da war noch was, was ich unbedingt bestellen wollte!!!

    Ein Freund und Hansa-Fan aus Rostock war beim Spiel am Millerntor. Erzählte, er habe danach noch ziemlich allein im Stadion gestanden und einen Moment lang gewünscht, er sei St. Pauli-Fan. Und nachdem er das erzählt hat, ging er wahrscheinlich seinen Mund mit Seife auswaschen…

Ergänze