kaioo, gut gemeint

… ist bekanntlich das Gegenteil von “gut”.

Eigentlich eine tolle Idee, ein gemeinnütziges soziales Netzwerk. Schade, dass ich schon an der Registrierung scheitere.
Zum einen, weil mir die Startseite von kaioo (was soll das eigentlich bedeuten?) nichts über den Inhalt hinter dem walled garden verrät. 2.0 geht da anders.

Zum anderen, weil kaioo unglaublich viele Daten von mir “zwingend” erheben will.
1.1 Zwingende Angaben zu ihrer Person (insbesondere Bestandsdaten)

Als soziales Netzwerk funktioniert kaioo nur, wenn jeder Nutzer ein Minimum (*sic) an persönlichen Daten für andere Nutzer preisgibt. Während des Registrierungsprozesses werden Sie um die Eingabe der folgenden Pflichtdaten gebeten:

* Vorname und Nachname
* Geschlecht
* Geburtstag
* Land
* Regionalnetzwerk (Bundesstaat / Provinz / Region)
* Sprache
* Status (Schüler, Student, Angestellter etc.)
* Stadt
* Email-Adresse
* Passwort

Nee, so geht das nicht. Außerdem kann man da zigmal “gemeinnützig” sein. Mit einem Finanzier aus dem hohen Medienmanagement ist an diesem Punkt der Vorschusskredit schon verbraucht. Schade, bin ich immer noch auf der Suche nach einem vertrauenswürdigen Verwalter meiner Daten.

12 Replies

  • Tuts weh, Hans? Wie wäre es wenn sich so Leute wie du mal richtig informieren würden? Kaioo hat nichts mit Bertelsmann zu tun! Ist natprlich klar, dass sau viele Leute erst einmal skeptisch sind. Aber von wem soll er sonst spenden bekommen, dass kein Hintergedanke entsteht? Von einer Bäckerei? Da würde man sicher auch noch behaupten, dass sich die Bäckerei das Unternehmen später unter die Nägel reisst. Kaioo ist für immer gemeinnützig. Das ist in der Satzung so geregelt.

    Das sie verlangen, dass die genannten Daten angegeben werden müssen, darüber kann man streiten. Aber es macht schon Sinn, weil sonst auch der Sinn einer solchen Community verloren geht wenn niemand etwas oder nichts angibt.

  • Das mit der Spende aus dem privaten Topf von Schmidt-Holtz stößt einigen sauer auf. Die Frage ist, wieso sich keiner drüber freut? Wer wäre denn bereit gewesen für ein Plattform zu spenden, die es gar nicht gibt? Geizige Studis, die lieber ihre Privatsphäre verkaufen, als pro Jahr 1 EUR abzudrücken?
    Jeder kann spenden! Spenden sind bei solchen Projekten ganz natürlich: Wikipedia, Mozilla, etc. Oder gehört Linux jetzt IBM und Intel, nur weil die viel Geld reinbuttern? Mich freut’s, wenn Leute bereit Projekten auf die Beine zu helfen. Und Du?

  • Achso ja, fast vergessen, das gab’s heute in den kaioo-News:

    “Wir machen ernst: Wie schon angekündigt sollt Ihr, die Nutzer von kaioo, fest verankerte Entscheidungsrechte z.B. über die AGB / Datenschutzbestimmungen und über die Spendenvergabe bekommen. Es sind schließlich EURE Daten, und IHR generiert die Werbeeinahmen!
    Also macht mit: Vorschläge zur Gestaltung unserer AGB und Nutzerrechte bitte in die Gruppe „Mach mit! Demokratische Uservertretung Datenschutz und AGB bei kaioo“, die schon fleißig dabei ist. Um die Gruppe leichter zu finden, könnt Ihr auch einfach nur „AGB bei kaioo“ in das Suchfeld eingeben.”

  • Lieber Martin,
    versuche Dich unter der angegebenen E-Mailadresse zu erreichen, um Dich zu fragen, wieso Du nicht auf den Text oder die Kommentare hier eingehst?

  • >>Das mit der Spende aus dem privaten Topf von Schmidt-Holtz stößt einigen sauer auf. Die Frage ist, wieso sich keiner drüber freut? Wer wäre denn bereit gewesen für ein Plattform zu spenden, die es gar nicht gibt?<<

    Zum Beispiel Studenten, die selbst eine kleine, feine community erstellen, ohne sich den Arsch vergolden lassen zu wollen.
    Bin beim surfen zum Beispiel auf meepor.de gestoßen. Keine Werbung (was sich sicher noch ändern wird), kein Verkauf von Daten an Holzbrink und Co. (was sich hoffentlich nicht ändern wird) und trotzdem eine nette Seite, die auch optisch wesentlich ansprechender ist.

  • @Manni

    ja ja, das mit Studenten, die sich den Arsch nicht vergolden lassen wollen kennen wir doch schon ;)Solche Projekte findest du zu Genüge, doch eins haben sie alle gemeinsam, siehe auch StudiVZ. Sie sichern sich nicht ab oder sind die an eine Satzung gebunden? an die Gemeinnützigkeit? sind ihre Gehälter unabhängig von den Werbeeinnahmen?? Nein!! und das ist langfristig das Problem, man vertraut ihnen dieses aufopfernden Studenten, die wenn es genug Masse gibt die Seite verkaufen oder ausbluten lassen, da die Masse sich nur schwer bewegen kann.

    Das ist für mich keine Alternative, das was kaioo macht aber schon und zwar eine sehr langfristige!!

Ergänze