McKanzler und Holzklasse-Minister

Ich habe mich schon damals, als der seelige Politiker Scharping über ein Liebes-Wochenende auf Mallorca strauchelte, mit meiner Umwelt gestritten. Weil ich nichts schlimmes daran fand, dass mein Verteidigungsminister mit der Flugbereitschaft der Bundeswehr nach Mallorca flog.

Auch kann man Ulla Schmidts Marotte, immer mit demselben Fahrer und Wagen nach Spanien zu gurken, komisch finden, schlimm ist das nicht. Schlimm und unwürdig ist das Gewinde, mit dem sie salami-taktisch versucht sich trotz dieses Themas über den Wahlkampf zu retten.

Schlimm ist, dass sie dazu gezwungen scheint, bei einer breiten Front von Scheinheiligen, die das Privileg nicht in Bezug setzen zur Aufgabe oder zum Mandat. Schlimmer noch, es geht den Nörglern und Neidern offenkundig nicht um Gerechtigkeit, sondern um den Effekt.

Ich, liebe Ulla, möchte nicht, dass Sie in Spanien mich repräsentieren mit einem Mittelklasse-Gefährt, in dem ihre Vormieter ihre Schlappen und Taschentücher vergessen haben. Ich möchte Ihnen ersparen, dass sie sich auf abgelegenen bspw. Sixt-Stationen die Beine in den Bauch warten, bis sich einer der schnöseligen Damen bequemt, Sie zu bedienen. Liebe Angela Merkel, ich wünsche Sie mir nicht als Kanzelerin, zumindest nicht so teilnahmslos und harmoniesüchtig, wie derzeit. Aber ich möchte, dass Sie sich zum Essen einladen, wen Sie mögen. Und ihr Gast möge nach Hause gehen und schwärmen. Über die niveauvolle Gastfreundschaft unseres Souveräns, dessen Vertreterin Sie sind.

Wie lange eigentlich noch?

2 Replies

  • Richtig, vor allem, weil – so wie ich das verstanden habe – Ulla ja private Fahrten auch privat abgerechnet hat und Ihr deshalb formal garkein Vorwurf zu machen ist, außer daß sie vielleicht Steuergelder verschwendet hat, weil sie nicht die Fahrbereitschaft des Konsulats vor Ort nutzte.
    Irgendwie schaffen es die Schwarzen halt immer wieder von ihrem völlig inhaltslosen Wahlkampf abzulenken.

  • Och, ich weiss nicht, ob dieses vordergründig sich moralisch echauffieren eine eindeutige politische Farbe hat?

    Das können die anderen auch ganz gut, siehe Ackermanns Geburtstag-Essen im Kanzlerinnenamt

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