“Kinderschutz”: Politiker fordern Christenregister für junge Touristen in der Türkei

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Normalerweise würde ich die Meldung, die uns da aus der Türkei erreicht für einen Scherz halten. Anscheinend meint sie aber eine neo-extremistische Gruppe aus der muslimischen Regierungspartei dort bitter ernst.

Nach den jüngsten Fällen von “Verführung Minderjähriger” soll ein zentrales Register in Ankara geschaffen werden, das alle westeuropäischen Touristen christlichen Glaubens erfaßt, die in die Türkei reisen. Auch alle jungen Männer und heranwachsende Deutsche zwischen 14 und 24 Jahren.

“Wir haben festgestellt, dass unter den gemeldeten Fällen, in denen junge Männer unsere Mädchen zu verführen versuchen, eine hohe Zahl an jungen Christen ist”, sagte der Vertreter der Muslimischen Demokraten in Ankara, Mustafa Bösbük, am Abend. “Das ist keine Schikane, sondern reine Prävention”. Wer seinen Willi zu verbergen wisse, der hätte nichts zu befürchten. Immerhin sei die Türkei ja eine offene Gesellschaft.

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  • “Bösbük”, oder “Wobo”, wie er in Deutschland genannt wird, ist auch “Mitglied im Vorstand des Vereins gegen Vergessen – für Demokratie e. V., von 2000 bis 2006 Mitglied im Kuratorium der Stiftung “Erinnerung, Verantwortung und Zukunft” – was man nicht vergessen sollte, wenn man sich seine jüngsten Forderungen nach einem Konvertitenregister so auf der Seele zergehen lässt.

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