Lehren aus der Maredo-Schwules-Fleisch Affäre


– Foto: Hamburger Morgenpost berichtet über den „Schwules Fleisch“-Skandal heute auf der Titelseite –

Aus dem Skandal um die Hamburger „Werbeagentur“ Scholz & Friends und die homophobe Wettbewerb-Kampagne „Branding Iron“ kann man eine Menge Lehren ziehen, neudeutsch Learnings:

Learning 1:
Shitstorms können wiederkommen.

Die Kampagne und die erste Aufregung darum ist aus 2008, bzw. 2009. Wie echte Gewitter auch, können Empörungen auch hin und her wandern. Unechter oder weniger angemessen, macht das Retadieren die Empörung aber nicht.

Learning 2:
Gut, wer sich distanzieren kann

Maredo, erster Adressat der Empörung hat wie im Social Media Handbuch vorgeschlagen reagiert. Umfassend, eindeutig und schnell. Gut, wenn man noch einen Verursacher in der Hinterhand hat, den man grillen kann. In diesem Fall zurecht.

Learning 3:
Politisch-korrekt ist ein Schmähbegriff – und beendet inzwischen fast so zuverlässig Diskurse, wie Godwins Law.

Im Falle einer gerechten und echten Empörung findet sich immer irgendein Idiot (meist weiß, männlich und hetero), der sich nicht entblödet, das anprangern homophober und gleichzeitig uninspirierter Werbung als „die Empörung der Politisch-Korrekten“ zu diskreditieren. Oder bin ich inzwischen weichgekocht und mutmaße die Abfälligkeit hier nur?