Marodierende Nutzerhorden oder das Ende der Plattform

Twitter ist down.

Mal wieder. In diesen Momenten zeigt sich, wie einfach Nutzerstämme zu Alternativen rüber wandern. In diesem Fall zu identi.ca, einem open source Klon von Twitter. Ich muss immer öfter an die Theorie des sozialen Objektes denken, die ich in Kopenhagen letztes Jahr das erste Mal verinnerlichen konnte.

Ohne die Hürde, dass die Beziehungen um mein soziales Objekt, seien es Photos bei flickr oder Kontakte und Kontaktpfade (!) bei XING, nur mit viel Aufwand aus den Plattformen herauslösbar sind, kommt es zu Wanderungen, die das Ende einer Plattform, wie Twitter sein können.

Das Phänomen Twitter ist nämlich ein kommunikatives, kein technisches. Hinzu kommt, dass bei Twitter oder noch deutlicher bei friendfeed, dem neuen Hype aus dem Valley, lediglich Momentaufnahmen meines digitalen Lebens vermittelt werden. An meine digitale Horde, *meine* Kontakte, meine Meldungen. Die sich, wie heute Vormittag, schnell auch woanders rematerialiseren können. Vielleicht um dieses Mal noch zurückzukehren.

Nachtrag: Kaum geposted und gemutmaßt, da scheint sich Twitter auch seiner Verwundbarkeit bewusst zu werden und limitiert den freien Abgriff der Nutzertweets auf 100 Zugriffe auf die Twitter-API pro IP und Stunde. Der Anfang vom Ende?

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