Mehdorn, tritt doch zurück! (updated)

Update: Im Strom wird gezwitschert, dass Bahnchef Mehdorn zum letzten Ausstieg rechts ausgerufen wurde. Er scheint am Montag den 30.3.09 dem Ruf der Strasse zu folgen und tritt zurück:

Bahnchef Mehdorn Rücktritt (twitter)

Nach der schriftlichen Entschuldigung von Bahnchef Hartmut Mehdorn bei seinen Mitarbeitern legt die „Süddeutsche Zeitung“ nach: Die Bahn hat 2005 quasi alle Mitarbeiter auf etwaige Verfehlungen kontrolliert. Das geht aus einem Schreiben hervor, das der zeitung vorliegt. Das neue Ausmaß der Affäre habe im Aufsichtsrat Entsetzen ausgelöst.

schreibt das Handelsblatt und zitiert via SZ wohl dasselbe Dokument, das die Bahn AG dazu verleitete netzpolitik.org abzumahnen. Juristisch ist diese Frage nicht zu bewerten, sondern politisch:

Tritt Mehdorn nu zurück? Ist der Blogger-Protest das Zünglein an der öffentlichen Waage?

Zitate in Zeitungen vs. Dokumentation der Quelle in Blogs

Der Konzern verlangt von Netzpolitik.org-Betreiber Markus Beckedahl, das Protokoll von seiner Site zu entfernen und eine Unterlassungserklärung zu unterzeichnen. Auch die Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen und „die Einleitung von strafrechtlichen Schritten“ will sich die Bahn vorbehalten. Das Memorandum diente auch als Grundlage für Artikel in deutschen Zeitungen zur Screening-Affäre, beispielsweise im Hamburger Wochenblatt „Die Zeit“ und in der „Süddeutschen Zeitung“. /futurezone

Inzwischen zeigt sich das größte PR-Desaster im sozialen Web anhand eindrucksvoller Graphen.
Hierzu auch Artikel von Klaus Eck und Thomas Knüwer.

tweetwall via stadt-bremerhaven

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