Mission Impossible 3 – schön spannend

Ehrlich, nach dem zweiten Teil und der unappetitlichen Plazenta-PR von Tomkat im Vorfeld des Films, war mir gestern nicht nach Tom Cruise und dem dritten Teil der Mission Impossible zumute.

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Wider Erwarten wurde es doch noch ganz kurzweilig und spannend dazu. Weil es im Film nichts zu essen für die Charaktere gab, verschwand auch das flaue Gefühl im Magen recht schnell. Abgelöst von einem herzhaften Spannungsgefühl, dass sich so immer nur beim Genuss einer LOST-Folge einstellt. Muss wohl am neuen Regisseur liegen.


Die Produzenten haben aus dem Action-Spezialeffekt-Overkill des letzten Teils augenscheinlich gelernt und setzen im dritten Teil von M:I mehr darauf, die Beziehungen der Akteure mit Emotionen aufzuladen. Soweit das in einem Actionmovie überhaupt geht.

Der Rest ist schnell erzählt, Mann trifft Frau, Mann leider Geheimagent, Frau ahnt nichts. Mann muss nach Berlin – in Agentenfilmen inzwischen Standard – und etwas geht schief. Mann hat Verdacht. Bekanntmachen mit Bösewicht. Hintermann von Bösewicht ist eigentlich ein Guter, Frau wird entführt – Showdown, eine Drehung nach Links …

Wie in jedem Film dieses Genres steht und fällt er mit der Besetzung des Bösen. Mit Philip Seymour Hoffman hat man eine gute Wahl getroffen. Der ist so böse und dennoch unerklärlich sympathisch. Gut besetzt, keine Frage.

Wer sich vom Burdamoden-Strickmuster für Agentenfilme nicht abschrecken lässt, kann sich auf einen schön spannenden Film freuen. Ich denke schon kaum mehr an Plazentapizza mit Artischocken, langsam bekomme ich schon wieder Appetit.

Foto: UIP

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