“Mitten im Zielzentrum”

So muss sich das anfühlen, wenn man als Politker im Wahlkampf sich befindet. Immer wieder wiederholt man, was man selbst, oder die Menschen in der Partei für die man da gerade steht, denken und meinen. Solange, bis man das selbst nicht mehr hören kann. Es nutzt sich ab, und kann doch so wahr sein. Man hat einfach keine Lust mehr.

Stelle mir vor, dass ein frustrierter dann die Idee hatte Luftballons an den Ständen zu verschenken, damit man die zu Stuss gewordene eigene Meinung nicht mehr verbreiten muss. Bei wirklichem Stuss und der aufgedrängten Meinung ist das komischerweise nicht so extrem: der Wiederwillen gegen die Abnutzung durch Wiederholung.

Da ist man dann sehr froh, wenn etwas in der Welt passiert, das einem hilft. Die eigene These, nunja, vordergründig und boulevardesk unterstützt. So wie die Onlinedurchsuchung und der vereitelte Terroranschlag von Deutschen für Deutsche. Einerseits freut man sich da, kommt sich aber auch ein wenig als “Trittbrettfahrer” vor. Immerhin, man hat schon sooo oft davon gesprochen, als “Nachahmer” kann einen da niemand an den Karren fahren.

Nun denn. Zum gefühlt zwanzigsten Mal:

Those willing to give up a little liberty for a little security deserve neither security nor liberty.
Benjamin Franklin

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