PEO, political executive officer

Das geht schon in die richtige Richtung, was bei Statler und Waldorf da drüben diskutiert wird.

Sicher kann niemand wollen, daß nur noch Lehrer und Gewerkschaftsfunktionäre im Bundestag sitzen — wohin sowas führt, sehen wir heute schon. Aber dagegen könnte man etwas tun, etwa indem man Abgeordnete so gut bezahlt, daß die politische Laufbahn auch für McKinsey-Partner und Superanwälte attraktiv wird.

Ich gehe da noch einen Schritt weiter: Die meisten Bundestagsabgeordneten sind Vielarbieter und – trotz des enormen Imageschadens, den ja eine Karriere als Politiker auch bedeuten kann – Überzeugungstäter. Sie sind die Manager unserer Interessen, sollten es zumindest sein. Topmanager, die auch Topgehälter erzielen dürfen. IMHO.

Bei einer Wahlkampfveranstaltung mit Olaf Scholz kam ich auf das Thema, als Olaf Scholz rhetorisch fragte – er fragt sowieso gerne rhetorisch, das nennt dann der kaum zu ertragene Tietjen „Scholz-o-mat“, das aber nur nebenbei -, wieviel denn ein Bundestagsabgeordneter, der ca. 500.000 250.000 Menschen pro Wahlkreis vertritt, verdienen sollte. „Einen Euro, pro Wähler, pro Monat“, war meine Antwort, da staunte selbst der gesottene Politiker, hatte wohl eine solche Antwort nicht erwartet. Ich stehe immer noch dazu, knüpfe aber ähnliche Bedingungen daran, wie s-w:

  • Streichen der Pensionsansprüche, Beihilfen und Übergangsgelder.
  • Verbot der Nebentätigkeit, bis zu acht Jahre (zwei Legislaturperioden sollten da reichen) nach der Abgeordnetentätigkeit.
  • Vollständige Finanzierung des Wahlkampfes, des Abgeordnetenbüros und anderer Leistungen, wie der eigenen Altersvorsorge, Krankenkasse und so fort.
  • Das wäre ein Salär, pardon Diät – das Wort fiel mir bei der Höhe nicht ein – von sechs drei Millionen Euro im Jahr.
    Das verdienen eben kleine CEO’s auch.

    Über die Einführung eines politischen Pay-Performance-Index liesse sich dann trefflich noch streiten – die Unabhängigkeit wäre dann auch nur der erste Schritt, die Abgeordneten wieder dem Filz der Parteien zu entreissen. Bei der Aussicht auf „sechs Millionen Euro x vier“ wird Wahlkampf dann eben auch zur Investition und zu wahrem Wettbewerb. Toll. -via-

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