0190-Rent-A-Djihad

Liebe Leser.
Auf vielfachen Wunsch legen wir unsere Artikel aus den Jahren 200 und 2001 noch einmal auf.
Beginnen möchten wir mit diesem hier >>

0190.Call-a-Terror

Man stelle sich vor: Wir schreiben das Jahr 2004, alles geht wieder seinen gewohnten friedlichen Gang. Von den ehemals als Terrorstaaten verschrienen Nationen Afghanistan, Somalia, Irak und Kuba spricht kein Mensch mehr. Das Internet heißt jetzt in Deutschland Malone-Draht und ist noch viel schneller, schöner und bunter geworden.

Unified Messaging ist kein Traum mehr, sondern alle großen Marken, die mit dem Stern, die mit den fettigen Burgern und auch die mit dem Logo, das angeblich eine Studentin für eine Handvoll Dollar gefertigt hat sind weltweit für ihre Kunden da.

Unbemerkt von der nun befriedeten Welt kommt ein schnellwachsender Klon von Osama Bin Laden auf die Welt – nee Quatsch -. Osama Bin Laden bricht aus dem Alliierten Gefängnis in Berlin Spandau aus – nee auch Quatsch – Wahrscheinlich wird ein bis dahin völlig unbekannter indischer Softwareentwickler, der in den 90er Boomjahren in Indien und den USA zu einem großen Vermögen gekommen ist, die Welt in Angst und Schrecken versetzen.


Er hat nämlich seit einigen Jahren unter den Auswirkungen des „My Way or Highway“-Engagements der USA in seiner Region zu leiden. Keiner hat es kommen sehen – doch die Opposition in Indien hat Pakistans Verlust von Einfluss in der Region genutzt, um einen schönen schwelenden Konflikt anzuzetteln, der Indien völlig isoliert. Die einzige Wirtschaftstätigkeit ist die semi-professionelle Haldung von Chemieabfällen. Die einstmals blühende IT-Branche liegt brach – Indien hungert, marodisierende Banden, na ja das kennt man inzwischen ja.

In den goldenen Zeiten des IT-Booms hatte Ryman Cashmere einen Großauftrag der US Navy an Land ziehen können. Seine Entwickler entwickelten das Steuerungssystem für die Navy F-16 und die Bordcameras. Die Funkcodes mit denen die einzelnen Maschinen angesteuert werden können waren als trojanisches Pferd innerhalb des Betriebssystems gespeichert. Eine Art indische Riester-Rente.

Zwei Jahre hatte Ryman auf den richtigen Zeitpunkt gewartet. Routinemäßig liess die U.S.-Regierung das Weiße Haus von F-16 Jets beschützen, aber nie waren „seine Flieger“ darunter gewesen. Nun, genau am 11.09.2004 war es soweit. Ein kleiner Befehl genügte und die neuen Koordinaten wurden über den Malone-Draht direkt per Greentooth an die beiden Maschinen gesandt. Das Weiße Haus gab es nicht mehr, Präsident Bush auch nicht. Colin Powell nahm den schwarzen Koffer an sich und verpieselte sich nach Montana.

Ryman Cashmere hatte aber noch viel mehr erreicht, als die USA in das offen liegende Mark zu treffen. Er hatte den Absturz mit den Bordcameras aufgezeichnet. Die wahre Zerstörung des verlogenen abendländischen Systems stand noch bevor.

Über seine guten Kontakte zur Carachi Times liess er verlauten, dass exklusive Aufnahmen des Absturzes für USD 25.000 per minute über die kostenpflichtige Video-Hotline

01805-7888877-1109

in digitaler Sendequalität abzurufen seien.
Im CNN-Center in Atlanta ging diese Nacht keiner schlafen. Die Zukunft des internationalen Journalismus und damit der Freien Welt stand zur Debatte :: »Wird es dem internationalen Weltjournalismus gelingen der Versuchung zu widerstehen und wird er so verhindern können, sich selbst ad absurdum zu führen?«