rotten social media – Nutzerzahlen-Wunschkonzert bei Google+ und Co.

Der ZDnet Autor Tom Foremski widmet sich in einem seiner jüngsten Beiträge in seinem Blog „imho“ einem sensiblen Thema: Dem Nutzerzahlen-Bingo, das vor allem Start-ups wie Twitter, Google+ und andere betreiben. Selten ist die Zahl der aktiven Nutzer deckungsgleich mit den angemeldeten. Schlimmer: sie ist sehr, sehr viel geringer.

Was sagen die Nutzerzahlen, die Google+ und Konsorten so von sich geben also aus?

Foremski zitiert im Wesentlichen einen ehemaligen Wired-Autor namens Kevin Kelly, der mit seiner Assistentin die Kreise und Profile von über 500.000 Followern untersucht hat:

Most of the half million people following me on Google+ are ciphers. They have signed up, but have not made a single public post, or posted their own image or a profile, or made a comment.

Die meisten seiner Follower sind so genannte „Hänger“, die sich zwar angemeldet haben, aber den Dienst gar nicht benutzen. Mein foursquare-Account ist so ein Hänger-Account.

He and his assistant discovered that only 30% published anything on G+ and only 6% were “outright spammers.” But the largest group he classed as, Ghosts. 36% had not even filled out a profile.

Mr Kelly pointed to a study by two journalists at Popular Mechanics that only 25% of their Twitter followers were real, and 49% were fake or spam.

Conclusio könnte also sein, dass bspw. Google+ und Twitter einerseits ein Aktivitätsproblem und ein Spammer-Problem haben. Nachdem nun die ersten SEO-Artikel über „Pinteres-SEO“ erscheinen, droht diesem Start-up dasselbe.

Nutzerzahlen, die man nicht verifizieren kann, ob ihrer Qualität sind also „rotten figures“ – kurzfristig gut für die Produkt-PR, aber langfristig wenig hilfreich.

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