Saddam is gone

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Heute Morgen beim Frühstück hatte ich eine komisch euphorische Stimmung an mir bemerkt. Ich frühstückte, Kaffee und ausnahmsweise Brötchen. Das wars aber nicht.

Ich frühstückte und Saddam Hussein nicht mehr. Er war gestern, ein wenig holterdiepolter hingerichtet worden.

Eigentlich hat das nichts mit mir zu tun und meinem Frühstück in diesem milden norddeutschen Winter.
Oder?


Mir ist etwas verloren gegangen. Die Personifizierung des bösen Despoten wohl. Das wohlige und einschläfernde Gefühl das Böse in Ketten zu wissen. Die Unfassbarkeit, wenn man an die Million Opfer seiner Herrschaft denkt. Das wenige an Gutem, was in diesem dummerhaftig geführten Krieg herausgekommen ist. Gegangen. Begraben.

Wohl ist mir dabei nicht. Das Böse ist in tausende Splitter zersprungen. Wie beim zweiten Terminator. Unmöglich für mich es zu erfassen. Ich ahne es, es schillert nicht mehr so gruselig am Tigris – es wird nur noch gestorben. Profan und grausam unspektakulär.

Die Euphorie ist weg.

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