Schlaf in den Augen zu und durch

Kaum ist man aufgestanden, hat sich den Schlaf aus den Augen gerieben und sich gereckt – denn das ersetzt ja bekanntlich eine Stunde Schlaf, ein Schlaf der mit nun fehlt – schon muss man die Augen zu machen und durch. Durch hindurch das Dickicht an Formen und Ranken, die wie ein Schwarm Mücken sich vor einem auftun.

Wach sein ist doof, wenn man müde ist. Ich stecke unten in einem Glas voll von fruit loops und versuche, nach oben zu klettern. Das erst so süße Duften nimmt mir schon nach kurzer Zeit den Atem, nach einer weiteren Weile wird mir übel. Alle Kraft saugt dieser Aufstieg aus mir heraus. An den rauen Kanten reisse ich mir die Hose auf und das Hemd. Blut tritt aus vielen kleinen Rissen auf meiner Haut. Kein Verschnaufen, schon kommt ein grosses fünfgliedriges Monster auf mich zu, nimmt das Glas und schüttelt es, kaum, dass ich so weit gewesen wäre den Rand zu greifen.

Aber ich falle nicht nach unten, wo ich herkam, es wird hell, gleissend hell. Ich falle heraus aus der gedrückten Form, nach schräg vorne / Und für einen Moment fühlt sich das wie Fliegen an.

Ergänze