Schwule Nationalmannschaft?

löw schwul

Sitzt man beim Fußball dann kommt es öfter vor, dass Nebenleute vom „schwulen Schiedsrichter“ sprechen oder mit „bist Du schwul, oder was?“ den eigenen Mann zu mehr körperlichem Einsatz nötigen wollen.
Das ist dann in den seltensten Fällen wesentlich homophob motiviert. Vielmehr das schnelle Absprechen von männlichen Attributen, die wohl zum Fußballklischee gehören. „Mädchenfußball“ als Konnotation für mangelnde Kraft und Zierlichkeit gehört in dieselbe Kategorie.

Es hilft da auch wenig zu wissen, dass – nach Cornelius Littmann – die schwulen Fußballer auch immer die härtesten Knochen sind. Eben weil sie dem Klischee überentsprechen müssen. Schwul wird hier mit „weich“ übersetzt. Eine Eigenschaft, die wohl den eigenen Spielern am Wenigsten anhaften soll. Nun wird das im Fußball immer wieder diskutiert, als letztes Tabu sozusagen. Zuletzt auch über unseren Bundestrainer.

Ein Artikel von mir erfreut sich dieser Tage in diesem Zusammenhang besonderer Beliebtheit:
„Jogi Löw ist so schwul wie wir alle“ wird seit seinem Erscheinen im vergangenen August immer wieder aufgerufen, verstärkt dann wenn die Nationalmannschaft spielt.

Heute sind es über 200 300 Leser (insgesamt nun knapp 3.000), die sich in verschiedenen Varianten einer Frage nähern:

Ist Jogi Löw schwul?

Mal ne Gegenfrage: Was wäre wenn ihr es wüsstet? Erklärt man so das weiche, ja schwule Spiel unserer Mannschaft gestern? Soll Jogi dann gehen. Kann einer der Jogi heißt nicht sowieso nur schwul sein? Oder darf sich ein Bundestrainer auch mal modisch kleiden? Macht ihn das verdächtig?

Eine Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.