ZING – ein social network für Menschen im Zeugenschutzprogramm

ZinkEs gibt eine Gruppe Menschen, die quasi von jeglicher Teilnahme am social web ausgeschlossen sind: Kronzeugen und Menschen in Zeugenschutzprogrammen.

Ihnen bietet das neue Start-Up ZING eine digitale Heimat, um Gleichgesinnte zu treffen und sich über die verschiedenen Programme auszutauschen.

Wegen der hohen Gefährdung der Kronzeugen wird die web-Kommunikation und ihr social graph immer über eine verbeamtete Person führen, bestätigte die Bonner Staatsanwaltschaft. Die am aktivsten diskutierte Frage ist derzeit übrigens die bevorstehende Kronzeugen-Regelung für Bankvorstände und Finanzdienstleister-Aufsichtsräte. Folgt man den sozialen Graphen dieser Kronzeugen-Anwärter, landet man bei Alt-Usern, die schon vor Jahren aus der Camorra und aus ihrem bisherigen Leben ausgeschieden sind.

Derzeit arbeiten die Gründer an einer Premium-Funktion, bei der ein direkter Kontakt untereinander möglich sein soll. “Wahrscheinlich wird es nicht auf ein subscription model herauslaufen, sondern auf eine 1st contact fee, wie sie auch bei Partnervermittlungen üblich ist”, verrät einer der Gründer gegenüber dieser Postille.

Der Preis für dieses Privileg soll bei ungefähr genau einer Million Euro liegen. Ggf. kann hier ein ähnliches Bieterverfahren, wie bei Google Adwords eingeführt werden.

Ähnlich, wie bei StudiVZ, soll die Wertschöpfung den gesamten Lebenszyklus eines Kronzeugen umfassen. Verstorbene oder totgeweihte Kronzeugen und ihre Angehörigen können sich in einem weiteren social network der Gruppe anmelden: open ZINK.

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