Sommer in Strande, Segeln auf der Kieler Förde

Fast einen Monat nach der Sommersonnenwende wird es an der deutschen Ostsee-Küste gegen 21:30 Uhr duster. Das Wetter des nächsten Tages kündigt sich heute in besonders intensiven Blau-Lila-Rose-Tönen an. Es ist Hochsaison, die Förde ist voller Segler. Wir klarieren unsere Ohlson 8:8 und machen erste Bekanntschaften im Hafen von Strande.

Ich mag ja Häfen, die – auch wenn meist nur noch zur Folklore – noch Fischerei beherbergen. Das macht Langballigau an der Flensburger Förde bspw. ja auch so lebendig. Strande hat keine Charterbasis, was das Leben auf den Schlengeln sehr beschaulich macht. Das Getue mancher Mitglieder aus den Yachtclubs, wiegen die netten Nachfragen nach den neuen Eignern wieder auf. Ein schönes Stück Ostsee, das so sehr beliebt ist bei Hamburger Seglern, dass ich befürchte, dass wir bald wegmüssen.
(für Liegeplatz-Tipps bin ich immer zu haben, sowohl für den Rest der Saison, als auch 2011)

Nächsten Morgen frühstücken wir das erste Mal im Cockpit. Die Sonne brennt schon heiss in meinen Nacken. Der Caffee schmeckt ein wenig komisch, denn ich habe vergessen, dass man die Kochplatten vor dem ersten Benutzen irgendwie behandeln muss. Egal. Aufgeklart und raus auf die Förde. Alles mal hoch, bei 3-4 Windstärken, in Böen schon mal an die 5-6. Schnell wird klar, die Roll-Genua steht auch gerefft wie eine 1. Das uns nachfolgende Schiff, ca. vier Meter länger hat Mühe uns aufzuholen. Ein paar Meilen raus aus der Förde. Man kann Damp 2000 sehen, querab Backbord. Ein Kinderparadies und sicher nächstes Wochenende unser erster Anlaufpunkt.

Dann nachmittags zurück. Das Rigg genauer anschauen, da war uns was aufgefallen … (wird fortgesetzt …)

One Reply

  • ….und halbe Winds hörte man, bei angezeigten 6,5 Knoten, das vertraute leise gurgeln der Heckwelle, das einem anzeigt: Ihr seid kurz davor über Rumpfgeschwindigkeit zu gehen.

    Mit Damen im besten Alter soll man ja behutsam umgehen, daher schnell gerefft, Geschwindigkeit trotzdem oder daher erhöht und Material geschont.

    Eins ist klar: Da geht was mit der schmucken Hecke!

    War schön meen Jung.

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