Sommer vor der Thür

Mein Platz vor der Thür
Der Weg an unserm Haus entlang,
wie wunderschön war das!
War morgens früh mein erster Gang,
bis an das Knie im Glas,
da spielt ich bis zum Dämmerschein
mit Steinen und mit Sand;
Großvater holt‘ mich abends rein
und nahm mich bei der Hand.
Dann wünschte ich mir groß zu sein
und übern Zaun zu sehn.
Großvater meinte: laß das sein!
Wird früh genug geschehn!
Es kam so weit; ich hab besehn
die Welt da draußen mir,
es war darin nicht halb so schön
als damals an der Thür.

frei nach meinem Ur-Ur-Großonkel
Klaus Groth (1819 -1899):

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