SPAM at SpOn und die frühe Ringfahndung

Es gibt Tage im Leben eines digitalen Behämmerten, die sind, wie es mein Oheim zu sagen pflegte, ein innerer Reichsparteitag.
Via Spreeblick erfahre ich heute, dass der SPIEGEL online jüngst das Konzept der frühen Ringfahndung als Satiremagazin gelaunscht hat. Dort, nebenan, heisst das SPIEGEL SPAM.

Irre. Wahnsinn, Abmahnung.

Im Jahre 2000 war es, als ich in der Agentur, in der ich mein digitales Bohemianleben fristete, standesgemäß im Sinne der arte povera (Insider wissen, wer hier gemeint ist), als mich die Frage umtrieb, was mit dieser Domain zu tun sei. Ich postete einfach den Quatsch, den ich per E-Mail zugeschickt bekam oder mir selbst ausdachte. Meist verfremdete Agenturfotos, in denen stern-engleich den Pormis etwas in den Mund gelegt wurde. Manches noch heute Aktuell.

Um Afghanistan ging es damals auch schon. Besonders lustig, gebe ich zu, war das nicht, aber ich merkte, dass es weitere digitale Behämmerte gab, die das per E-Mail kommentierten und immer wieder kamen, um nachzuschauen, was meinem oder einem anderen degenerierten Gehirn noch so eingefallen war. Das Satiremagazin “Ringfahndung” war geboren.

Nachfolgend – und nur für mich allein, als herzrührende Nostalgie – einige SPAMs, so nennt man das wohl heute, von damals:


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