Streetart Galerie

… und was das hier mit Holger Stanislawski zu tun hat.

Streetart Galerie (Gängeviertel Hamburg)
Streetart Galerie (Gängeviertel Hamburg)

Das ist doch ein Widerspruch in sich, oder? Eine Streetart Galerie, das Ausstellen einer Kustform, die eben nicht wirkt, wenn das Drumherum fehlt. Die Straße, der Schmutz, der Verkehr, das Illegale. Das ist ein Symptom unserer Welt, die alles zerlegen und konsumierbar machen muss. Streetart ist ein Dagegen, denn Straßen-Kunst kann man nicht in schicken Glas-Ateliers und Galerien konservieren, sie geht kaputt, wenn man sie aus ihrem Bedeutungsraum hebt. Ob das in gleichem Maß für die Künstler gilt ist eine spannende Frage, die wir uns auf St. Pauli ja gerade in Person unseres Cheftrainers Holger Stanislawski auch fragen.

Das Experiment 1899 Hoffenheim wird ja auch erst dann wirklich interessant, wenn die anfangen zu verlieren. Dauerhaft mal in eine Formkrise sich einfinden und die Fans ausbleiben – dann zeigt sich Fanliebe erst, wenn der Wind zunimmt, nicht wahr Thees Ullmann? Wie lange hält denn dann so ein Gerüst aus Geld und TV-Werbegeldern? Eine Saison vielleicht, wäre da mein Tipp. Dann verabschiedet sich womöglich die TSG Hoffenheim wieder aus der Bundesliga, der zweiten und der ersten. Oder auch nicht, was das erstaunlichere Ergebnis wäre. Dann wäre unsere Generation Zeuge, wie Kultur in einem solchen Projekt entsteht. Das haben wir ja alle bisher nur überliefert bekommen (wenn man den FC St. Pauli mal ausnimmt, dessen eine Hälfte besteht nämlich erst seit 1988 ;) – das andere war schon immer da. – „Magisches Hoffenheim“, ring2 im Okt 2008

Natürlich darf sich ein Künstler auch weiter- und herausentwickeln aus dem Raum, in dem es ihm gelungen ist Werke zu schaffen. Das ist ja auch Stani zuzugestehen, dass ihm das gelungen ist, am sportlich einst tristen Millerntor. Nun wird sich zeigen, ob der Künstler Stanislawski es versteht, aus der TSG Hoffenheim eine Mannschaft zu formen, die nach modernen Prinzipien trainiert und geformt wird. Nur Magie und Streetart dürfen wir keine erwarten – und er eine andere Form von Kunstkritikern*.

* hiermit sei auf den Text vom magischerFC verwiesen …

Tja und habt ihr von Truller irgendwo gelesen, dass er unbedingt wechseln will? Das er schon immer Cheftrainer werden will? Das ihm HH zu langweilig ist? Er für 250.000 zu haben ist? Nein und daher mag ich Truller, trotz FC Köln und Holstein Kiel. Er wird wahrscheinlich so loyal sein, seinem Chef zu folgen, aber er wird viel mehr immer einen Platz in meinem Herzen haben. Und wer macht dann vor der Gegengerade nun immer die Faust? Das wird/würde mir fehlen. Danke Truller, dass du immer bodenständig, ruhig und im Hintergrund geblieben bist. Das du immer Lurup geblieben bist und es wahrscheinlich auch immer bleiben würdest, wenn Fußball nicht Ortswechsel notwendig machen würde. Falls du gehst Truller: Im Herzen immer mit dir. Und nur wegen dir würde ich, wenn du mitgehst, Hoffenheim die Deutsche Meisterschaft und alles wünschen. Immerhin – und da wiederhole ich mich – müssen wir dich so nie feuern. Eine Vorstellung, die mir einen Klos in den Hals gibt.

2 Antworten

  • Die Streetart-Galerie wird eröffnet indem jemand die Scheibe zertrümmert. Die wird natürlich nicht ersetzt, so dass jeder Straßenkünstler vor Wind und Wetter geschützt… Also… Eine semi-indoor Wall-of-Fame… Nicht?

    • Ja, das wirkt ja gerade in dem Umfeld soo albern. Man braucht nur schräg an dem neuen Stahlpalast vorbeisehen, um echte große Streetart zu erblicken ;) Abstrus.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.